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Schreib das auf! – Egon Erwin Kisch-Preis 2002
Die besten deutschsprachigen Reportagen

Aufbau Verlag
2002
332 Seiten


Von Alfred Ohswald am 25.09.2002

  Seit 1977 wird der vom Stern gestiftete Egon Erwin Kisch-Preis für die beste deutschsprachige Reportage schon zum 25. Mal vergeben. In diesem Buch sind 33 der zu diesem Preis eingesandten Reportagen des Jahres 2001 enthalten. Die Themen sind breit gestreut, von privaten Schicksalen über Sport und Verbrechen bis zu den großen Ereignissen. Zwei alte, gegenüber auf der gleichen Straße wohnende Ehepaare, eines aus dem ehemaligen Osten, eines aus dem Westen, mit ihren unverwüstlichen Vorurteilen oder ein Abenteurer und Unternehmer, der zwei Punks und zwei Skinheads bei einem Extremtrip mitnehmen will, um sie zu ändern und ziemlich scheitert sind zwei Beispiele für Reportagen aus dem Privatbereich. Bei den großen Ereignissen darf natürlich der Terroranschlag auf das Word Trade Center nicht fehlen, aber es gibt nur eine, allerdings die ausführlichste Reportage in dem Buch darüber. Gleich drei Portraits gibt es von Politikern. Auffallend, dass es zwei Grüne und ein Ex-Grüner (Otto Schily) sind.
  Den Egon Erwin Kisch Preis 2002 erhielten Dietmar Hawarnek und Dirk Kurbjuweit für „Die Drei-Welten-AG“, wo sie über die Schwierigkeiten des Daimler-Konzerns mit dem Zusammenführen der japanischen und der amerikanischen Tochter mit dem deutschen Mutterkonzern berichten. Den zweiten Platz erreichte Sabine Rückert mit „Die Mörder“ über eine misshandelte Frau, die ihren Mann von einem Killer umbringen ließ. Sabine Rückert, die Autorin von „Mörder haben keine Lobby“, ist als Einzige mit zwei Artikeln vertreten. Der dritte Preis ging an Jan Christoph Weichmann für „Die Rebellen von Schloss Salem“ über den Wirbel, den nationalistische Aktionen der Schüler an einer Elite-Schule auslösten.
  Die Preisträger erfährt man nur auf einem beigelegten Lesezeichen. Hinter sind noch alle Egon Erwin Kisch-Preisträger seit 1977 angegeben. Den Abschluss macht eine Chronologie des Lebensweges von Egon Erwin Kisch selbst.

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