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Kerstin Dirks
Die Sturmjahre der Lilie

Verlag K & C Buchoase
2002
340 Seiten
€ 12,80 [D]


Von Sandra Henke am 26.08.2002

  Der Verlag K & C Buchoase publizierte im Juli 2002 den ersten Roman der Deutschen Jungautorin Kerstin Dirks. Anstatt sich der Öffentlichkeit mit einem dünnen Heftchen vorzustellen, veröffentlichte die Autorin gleich einen pompösen Debütroman= 340 Seiten, kleinste Druckschrift, dazu noch einen Jugendroman, der zurzeit der Französischen Revolution spielt. Doch obwohl es offensichtlich ist, dass sie gut recherchiert hat, verstrickt sie sich nicht in stupides Aneinanderreihen von Geschichtsfakten, sondern stellte die Beziehungen und Lebensläufe der Protagonisten in den Vordergrund. Und Kerstin Dirks setzt dem noch eins drauf, indem sie sowohl die mehrfarbige Covergestaltung als auch die s / w Innenillustration übernommen hat.
 
  Nun ein paar Worte zur Roman-Geschichte. „Die Sturmjahre der Lilie“ erzählt von der Freundschaft zwischen dem Grafen Jean-Christoph von Lavante mit der Tochter des Haushofmeisters Annabelle Pressou. In Kinderjahren lernen sie sich unter schwierigen Umständen kennen, da der Junge wegen seinen seltsamen Visionen ein Außenseiter ist. Annabelle schafft es als Einzige Zugang zu Jean-Christophs verschlossenem Wesen zu finden. Ihre Wege trennen sich aufgrund Jeans verhasster Stiefmutter. Allein seine Zuneigung zu Annabelle lässt den Jungen nicht den Mut verlieren. Tatsächlich führt das Schicksal sie als Erwachsene wieder zusammen, aber ihrer Liebe werden zahlreiche Steine in den Weg gelegt. Die Revolution bricht aus. Werden sie eines Tages gemeinsam glücklich werden? Oder gehört Annabelle an die Seite ihres Jugendfreundes Baron Alain de Lavelle?
 
  Zuviel will nicht verraten sein. Es ist eine komplexe Geschichte, die in den Kindertagen der Protagonisten beginnt und im Erwachsenenalter endet. Sie führt Jean-Christoph aus seiner Heimat Frankreich nach England und sogar nach Deutschland. Die Autorin Kerstin Dirks verflechtet geschickt Historie und Liebesgeschichte, so dass der Leser nebenher etwas über die Französische Revolution lernt – nach der Pisa-Studie sicher ein nützlicher Nebeneffekt. Aber auch für Erwachsenen ist der Roman fesselnd. Der Leser lernt die Protagonisten schnell lieben und Kerstin Dirks erlaubt ihm erst auf Seite 341 erleichtert aufzuatmen. Wer Liebesgesülze und Kitsch erwartet, sollte sich das Geld sparen. Wer jedoch eine rührende und packende Adelslektüre einer aufstrebenden Deutschen Autorin sucht, der sollte sich „Die Sturmjahre der Lilie“ sofort besorgen! Dass der Leser noch vieles von Kerstin Dirks erwarten darf, kann man ihrer Autorenhomepage www.Kerstin-Dirks.de entnehmen.

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