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Georg Biron
Männer Männer Männer

Edition S
1986
211 Seiten


Von Alfred Ohswald am 20.08.2002

  Elf Erzählungen sind in dem Buch enthalten. Die Handlung spielt bei Biron meist nicht die Hauptrolle, bei ihm geht es fast immer in erster Linie um die Charaktere. Egal ob kurze Episoden oder ein ganzer Lebenslauf, seine Charakterzeichnungen sind meist beeindruckend. Bei der komprimierten Form der Erzählung ist er dabei noch deutlich besser als in seinen Romanen. Die Konzentration auf das Wesentliche wirkt seiner Tendenz zum Abschweifen wirkungsvoll entgegen.
  Der Titel lässt bei diesem Autor kräftig mit Sex gewürzte Beziehungsgeschichten erwarten, was glücklicherweise nur teilweise zutrifft. Gerade diese Erzählungen gehören nicht zu den Höhepunkten, wenn sie auch nicht unbedingt schlecht sind.
  Ein Glanzstück ist dabei die Erzählung „Stationschef Brenninger“ über einen Bahnhofswärter der Liliputbahn im wiener Prater, dessen ganze, turbulente Vergangenheit er in extrem knappen und unkomplizierten Stil vor den Augen des Lesers entstehen lässt. Gerade dadurch gewinnt die Geschichte eine Eindringlichkeit, die man nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt. Einer dieser auf das Notwendigste reduzierten Sätze vermittelt hier oft mehr Stimmung als sonst ganze Seiten.
  Etwas aus dem Rahmen fällt auch „Demnächst“. Eine Science-Fiction-Erzählung aus einer düsteren Zukunft in Wien. Auch sehr kurz und genau so gelungen, wie der Rest.

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