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John Irving
Die Pension Grillparzer
Eine Bärengeschichte. gelesen von Klaus Löwitsch
(The Pension Grillparzer, 2002)

Solo
2002
Übersetzt von Irene Rummler
€ 16,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 15.08.2002

  Ein Angestellter des österreichischen Fremdenverkehrsamtes besucht Hotels und Pensionen um ihre Bewertung zu bestätigen oder zu korrigieren. Dabei begleitet ihn seine ganze Familie, seine Frau, seine zwei Söhne und später auch die etwas hochnäsige Mutter seiner Frau.
  Eines Tages führt ihr Weg sie in die Pension Grillparzer, wo ihnen einige seltsame Begegnungen bevorstehen. Ein Mann, der von Träumen erzählt, bring die Mutter seiner Frau komplett aus dem Geleichgewicht und abends treffen sie auf dem Weg zu Toilette am Gang einen Mann, der auf den Händen geht und einen Bären auf einem Einrad.
 
  Diese Kurzgeschichte schrieb Garp in Wien im vierten Roman Irvings, mit dem ihm der Durchbruch zum Bestsellerautor gelang. Erstmals erschienen ist sie in dem Erzählband „Trying to save Piggy Sneed“. In deutscher Sprache ist die Kurzgeschichte zur Zeit nur als dieses Hörbuch erhältlich.
  Die Geschichte ist, typisch für Irving, voller Situationskomik und gleichzeitig auch melancholisch. Sie ist also nicht nur für Irving-Fans interessant, sondern auch als „Einstiegsdroge“ zu diesem Autor ausgezeichnet geeignet.
  Klaus Löwitsch ist als Vorleser ein Genuss. Sein unaufdringliches Einflechten des österreichischen Dialekts beim jüngsten Sohn der Familie oder der ungarische Akzent des Traummannes schaffen Atmosphäre, ohne zu sehr zu dominieren. Dieses Quäntchen Zurückhaltung gegenüber dem Text und seine markante Stimme machen aus dem eigentlich sehr extrovertierten Löwitsch einen der gefragtesten Vortragenden für Hörbucher und –spiele. Hier kann man sich überzeugen, dass weit mehr als der Schauspieler für Actionfilme in ihm steckt, die man sonst im Fernsehen vorgesetzt bekommt.

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