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Georg Biron
Die letzte Beichte
Geschichte eines Verrates

Edition S
1988
149 Seiten


Von Alfred Ohswald am 09.08.2002

  Schon 1938 gründete Karl Roman Scholz, der Augustinerchorherr von Klosterneuburg, eine Widerstandsbewegung gegen die Nazis. Zuerst nannten sie sich „Deutsche Freiheitsbewegung“, später dann „Österreichische Freiheitsbewegung“. Ihr gehörte auch der Burgtheaterschauspieler Otto Hartmann an, der aber bald begann, für die Gestapo zu arbeiten. Er blieb als Spitzel bei ihnen und agierte dabei sogar als Scharfmacher. 1940 wurden alle Mitglieder durch Hartmanns Verrat festgenommen und viele bald darauf zum Tode verurteilt und hingerichtet.
  Biron beginnt mit der Beschreibung des Prozesses gegen Hartmann 1947, seine Verurteilung und schließlich seine Flucht. Danach beschreibt er die wichtigsten Persönlichkeiten dieser Widerstandsgruppe, ihren Werdegang und ihr Schicksal. Abschließend erfährt der Leser vom verbitterten Artur Preuss, dem damals die Flucht aus der Gestapohaft gelang und der sich bis Kriegsende bei tschechischen Partisanen aufhielt. Als er nach dem Krieg eine kleine Entschädigung für die Gestapohaft von der Republik Österreich bekommt, erkundigt er sich, was denn mit seiner Zeit bei den Partisanen seit. Dafür erhält er selbst nach einer Klage keine Entschädigung und später wird ihm diese Zeit auch nicht für die Pension angerechnet.
 
  Birons Buch ist eine Reportage, nicht viel umfangreicher als ein bis zwei ausführliche Magazinartikel. Nur anfangs schreibt er aus der Warte eines Gerichtssaalreporters, dann bleibt er bei der knappen Faktenschilderung, um zuletzt bei Artur Preuss wieder bei einen persönlicheren Berichtsstil zu landen.

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