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Georg Biron
Im Park der Spione

Verlag Der Apfel
ISBN-13: 978-3854501558
€ 14,80 sFr 26,70


Von Alfred Ohswald am 23.07.2002

  Der blinde neunundsechzigjährige Exmitarbeiter der österreichischen Staatspolizei Heinz Koranda lebt mit seiner Frau Maria seit Jahren zusammen und ihre ständigen Streitereien haben schon etwas von einem Ritual. Täglich trifft er sich mit ein paar anderen Exkollegen im Park zum Schachspielen und zum plaudern über alte Zeiten.
  Die junge Filmstudentin Sarah verfolgt ihn mit ihren beiden Freundinnen und ihrer Kamera heimlich, um eine Dokumentation über den Exspion zu drehen. Seit einiger Zeit bekommt er Postkarten aus Russland von der Ex-KGB-Agentin Natascha, doch seine Frau erzählt ihm nichts davon. Bei einem ihrer ständigen Streitereien kann sie es nicht lassen, ihn über diese Natascha auszufragen und so erfährt er von den Nachrichten aus Moskau. Er soll sich mit Natascha treffen und er geht auch zu dem verabredeten Ort. Natascha ist eigentlich gekommen, um sich um den Nachlass ihrer verstorbenen Tochter zu kümmern, die in Österreich lebte. Doch in den Nachrichten hört sie, dass ein Mann vom Bundespräsident ausgezeichnet wurde, von dem sie glaubte, er sein schon lange tot. Mit diesem Mann hat sie noch eine alte Rechnung offen und sie zieht Koranda in ihre Rachepläne hinein.
  Währenddessen versucht Sarah, in Koranders Wohnung als Untermieterin aufgenommen zu werden. Zu allem Unglück hat Korandas Frau sein Treffen mit Natascha beobachtet...
 
  Dieser kurze Spionageroman, eigentlich ist es nur eine Erzählung, hat mit dem alten gewitzten Koranda, seiner Frau und seinen Kollegen einige in dem Genre ungewöhnliche Protagonisten. Und Biron nutz diese Situation aus, um jede Menge witziger und aberwitziger Ereignisse zustande kommen zu lassen. Witzige Dialoge und Sprüche gehören ohnehin fast zu seinem Markenzeichen, hier schreibt er aber auch eine Menge wirklich gelungener Situationskomik. Wenn die Altherrenrunde einen Joint durch die Runde gehen lässt, weil einer von ihnen in einer Radiosendung Positives über Marihuana gehört hat oder der drei Mädchen unbekümmert fast nackt vor dem vermeintlich blinden Koranda in dessen Wohnung herumlaufen, während er genüsslich vor sich hin lächelnd die Vorstellung genießt, werden die meisten Leser ein Schmunzeln nicht unterdrücken können. Und solche und ähnliche Szenen sind in „Im Park der Spione“ keine Seltenheit, obwohl es durchaus auch ein nicht unrealistischer Spionageroman ist.
  Das Buch ist möglicherweise nur noch beim Autor selbst erhältlich (http://www.biron.at/).

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