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Gisbert Haefs
Hamilkars Garten
(1999)

Heyne
2000
318 Seiten
€ 7,95 [D]


Von Alfred Ohswald am 03.06.2002

  Der Römer Lavinius wird in Qart Hadasht (Karthago) ermordet beim Landhaus Hamilkars, des Strategen von Iberien, aufgefunden. Der Senat schickt Titus Laetilius, um den Leichnam nach Rom zu bringen und den Hintergrund der Tat herauszufinden. Darum wird er zu Bomilkar, dem Herrn der Stadtwachen, geschickt. Kaum beginnt Bomilkar zu ermitteln, werden ihm auch schon von allen Seiten Knüppel zwischen die Beine geworfen. Und es wird ein weiteres Mordopfer gefunden, ein Sklave Hamilkars, der vermutlich zum Schweigen gebracht worden war.
  Die Situation in Qart Hadasht wird immer verwirrender und bedrohlicher. Menschen werden entführt und Bomilkar erpresst. Er muss Qart Hadasht für einige Zeit verlassen und bricht deshalb nach Iberien auf, um vielleicht von Hamilkar etwas zu erfahren. Laetilius begleitet ihn, doch seine Rolle erscheint Bomilkar zunehmend unklar.
 
  Gisbert Haefs erster Versuch, einen historischen Krimi zu schreiben, ist ihm sehr gut gelungen. „Hamilkars Garten“ ist nicht ganz so episch breit angelegt, wie seine historischen Romane „Hannibal“, „Alexander“ oder „Troja“. Das passt aber hier auch besser.
  Dem Leser begegnen einige historische und fiktive Protagonisten aus „Hannibal“, auch die dortige Hauptfigur Antigonos und sogar Hannibal selbst als Siebzehnjähriger taucht ein paar Mal kurz auf.
  Hier kann Haefs seine Recherchen ein zweites Mal nutzen, was dem Roman natürlich einen ungewöhnlich dichten Hintergrund gibt. Auch die Krimihandlung, eigentlich ein historischer Politthriller, ist schön komplex, ohne den Leser den Faden verlieren zu lassen. Man kann hoffen, dass Haefs dem Genre treu bleibt. Aber etwas weniger sexuelle Heldentaten der Hauptfigur würden nicht unbedingt schaden.

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