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Johannes K. Soyener / Wolfram zu Mondfeld
Der Meister des siebten Siegels

Lübbe
2000
1118 Seiten
€ 9,95 [D]


Von Alfred Ohswald am 02.06.2002

  Der Bergknappe Adam Dreyling wird im 16. Jahrhundert in einen Aufstand in Schwaz in Tirol verwickelt und muss fliehen. Er kommt bei seinem Onkel Hans Christoph Löffler unter, der für seine gegossenen Bronzekanonen berühmten ist. Das dahinter steckende Geheimnis wird von ihm streng gehütet. Niemand darf beim letzten, siebten Arbeitsgang dabei sein. Selbst als Adam zum Vertrauten und Meister seines Onkel aufgestiegen ist, bleibt ihm dieses Geheimnis verwehrt. Die außergewöhnliche Qualität dieser Bronzekanonen sind ein wichtiger Bestandteil der militärischen Macht der Habsburger in Europa. Besonders Venedig und England versuchen mit allen Mitteln dieses Bronzgußverfahren zu auszukundschaften. Und Adam packt der Ehrgeiz und er heckt eine List aus.
 
  Dieser historische Roman ist ein gelungenes Beispiel, wie ausführliche Recherche und eine spannende Geschichte zu einem guten Roman verknüpft werden können. Die unvermeidliche Liebesgeschichte spielt Gott sei Dank keine sehr große Rolle. Der Anfang in der tiroler Bronzegießerei ist genauso spannend, wie die späteren Erlebnisse Adams in Venedig und England.
  Neben der Liebesgeschichte ist vielleicht noch am Ehesten die Genialität einiger Charaktere im Buch ein Schwachpunkt, weil nicht unbedingt glaubwürdig. Aber dem begegnet man in vielen Romanen und es ist hier nicht allzu sehr übertrieben.
  Der Roman kann locker mit den meisten internationalen Bestsellern des Genres mithalten und übertrifft viele davon sogar eindeutig. Ein Roman, der gleichzeitig so gut lesbares Lesefutter und solche Qualität bietet, ist nicht oft zu finden.

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