Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
Gisbert Haefs
Roma
Der erste Tod des Marc Aurel

Heyne
2002
€ 25,- [D]


Von Alfred Ohswald am 01.06.2002

  Rom im Jahr 165 n.Chr. und unter der Herrschaft des Philosophenkaisers Marc Aurel. Gaius Pacuvius, Offizier im Geheimauftrag, soll die Ankunft eines Boten mit einem bestimmten Kennzeichen im Hafen Portus beobachten. Der Erwartete taucht allerdings nicht auf. Dafür lernt er die Schauspielerin Korinna kennen und die beiden finden sich nicht unsympathisch. Aber ihre Wege trennen sich schnell wieder, auch wenn sie sich später immer wieder kreuzen sollen.
  Pacuvius stößt bei seiner Suche auf immer mehr Hinweise, die auf eine Intrige gegen den Kaiser selbst hindeuten und erfährt, dass er selbst Spielball mächtiger Männer ist. Aber er begegnet auch den verunstalteten Ausgestoßenen in den Katakomben Roms, wo er etwas über ein auffälliges Schwert erfährt, das im eher zufällig in die Hände gefallen ist.
 
  In „Roma“ verbindet Haefs nach „Hamilkars Garten“ zum zweiten Mal die beiden Genres historischer Roman und Krimi, in denen er bisher als Autor am Häufigsten heimisch war. Die beiden einander ziemlich ähnlichen Romane haben nicht die epische Wucht seines „Hannibal“, „Alexander“ oder „Troja“, sind aber auch weit nicht so betont locker wie seine Matzbach-Krimis. Auch in stilistischer Hinsicht eine Mischung seiner zwei wichtigsten literarischen Standbeine, wenn sie auch stärker den historischen Romanen ähnlich sind. Wer seine Krimis mag und mit seinen historischen Romanen wenig anfangen kann, wird vermutlich nicht von ihnen angetan sein. Beide Bücher sind aber ein guter Einstieg, um Haefs einmal zu probieren. Wem es zu bombastisch ist, kann es mit den Krimis probieren. Wer noch tiefer in die antike Welt einsteigen will, wird mit den historischen Romanen gut bedient sein.
  Haefs liest diese gekürzte Hörbuchversion selbst und obwohl er als Autor hier kein Profi ist, macht er seine Sache wirklich nicht schlecht. Verständlicherweise kann er mit Spitzenleuten, wie Rufus Beck und Co., nicht mithalten, aber es ist guter Durchschnitt. Etwas mühevoll sind die zahlreichen, ungewohnten Namen, die hier naheliegenderweise auftauchen. Mitunter kommen einem die verschiedenen –use schon gerne durcheinander.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.