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Paul Kearney
Hawkwoods Reise
Die Königreiche Gottes 1
(Hawkwood’s Voyage, 1995)

Lübbe
1997
Übersetzt von Michael Krug
472 Seiten


Von Alfred Ohswald am 14.05.2002

  Die aus dem Osten anstürmenden Horden der Merduks haben die heilige Stadt Aekir erobert und eine ausgehungerte Flüchtlingsschlange zieht zur Festung Ormann, der nächsten Bastion vor dem Ansturm der Heiden. Die fünf Königreiche stehen zwar offiziell zusammen, aber niemand schickt dem bedrängten Königreich Torunna ausreichend militärische Hilfe. Und die Kirche des heiligen Ramusio versucht mit Massenverbrennungen von Ketzern ihre Macht auszuweiten.
  Die Scheiterhaufen beginnen in Hebrion zu brennen, dessen ehrgeiziger Oberhirte das Amt des Pontifex Maximus anstrebt. Der junge König Abeleyn versucht sich so gut als möglich gegen den Machtbestrebungen der Kirche entgegenzustemmen. Doch sie ist ein mächtiger und gefährlicher Gegner. Besonders magiebegabte Menschen sind von der Vernichtung durch die Scheiterhaufen bedroht.
  Ein Neffe des Königs behauptet, einen Beweis für die Existenz des legendären Kontinents im Westen, jenseits des Ozeans, zu besitzen, schickt er ihn mit zwei Schiffen auf eine Entdeckungsreise. Einzige Bedingung ist, dass er um die 50 magisch Begabte mitnehmen muss, um sie vor der Kirche zu retten. Bei der Suche nach einem erfahrenen Seefahrer fällt die Wahl auf Kapitän Hawkwood und seine beiden Schiffe. Ihm bleibt keine Wahl, weil der Großteil seiner aus aller Herren Länder stammenden Mannschaft in den Kerkern auf ihre Verbrennung wartet. Nur seine Einwilligung kann sie retten.
 
  Kearney plündert ein paar Jahrhunderte europäischer Geschichte, mixt sie ordentlich durch und baut daraus seine Hintergrundwelt. Mongoleneinfall und Inquisition geschehen bei ihm zur gleichen Zeit und die Rolle der verfolgten Juden Spanien übernehmen bei ihm die magisch Begabten. Hier werden dann einige typische Fantasyelemente, wie Magier und Monster, eingeflochten.
  Vor diesem Hintergrund entwickelt er in diesem ersten Band die komplexe, aber immer übersichtlich geschriebene Geschichte seiner verschiedenen Helden. Und es gelingt ihm ganz ausgezeichnet, die Spannung aufzubauen und auch einen ordentlichen Schluss zusammenzubekommen, obwohl die Handlung offensichtlich nicht endet. Ein gelungenes Stück Lesefutter, bei dem die Meisten sich vermutlich schnell die weiteren Teile besorgen werden.

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