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Christoph Janacs
Der Gesang des Coyoten
Mexikanische Geschichten

Haymon
2002
173 Seiten
€ 15,90


Von Johann F. Janka am 25.04.2002

  Sechzehn Geschichten erzählt der Autor in seinem Buch „Der Gesang des Coyoten“. Sechzehn „Mexikanische Geschichten“. Er erzählt von einer Autobusfahrt durch die karge Steppe, die nach einem Überfall durch Banditen ein überraschendes Ende nimmt, von Vögeln, die als Vorzeichen von Katastrophen vom Himmel fallen, von einer Begegnung des Jungen Jerónimo mit einem Fremden, der ihm doch sehr vertraut scheint und er beschreibt den von Jerónimo lang ersehnten alljährlichen „Tag der Toten“ einem der wichtigsten „Feiertage“ Mexikos. Dieser Tag beginnt so, wie sich ein Junge wie Jerónimo, das wünscht: Im ganzen Haus, aber besonders in Küche riecht es bereits nach den an diesem besonderen Tag typischen Gerüchen und Düften. Jerónimo hat viel vor und dazu gehört neben dem Genuss der verlockenden, von seiner Mutter extra für diesen Tag zubereitenden, Gerichten und Süßspeisen auch, dass er mit seinen Freunden durch die Gassen und Straßen zieht um die, allein für diesen außergewöhnlichen Tag speziell geschmückten Auslagen zu bestaunen und im Trubel des Festtages unterzutauchen, bis ihn eine bestürzende Nachricht ereilt. Und dann noch Richard und Doris, die mitten in der Nacht in ihrem Hotelzimmer darüber nachdenken, wie sie wohl reagieren würden, wenn diese Nacht ihre letzte wäre.
 
  Christoph Janacs lässt jede Erzählung für sich selbst stehen, gestattet jedoch seinen Figuren einmal als Haupt- dann wieder als Nebendarsteller wiederzukehren. Dadurch entsteht ein Netzwerk von verschiedensten Erlebnissen und Geschichten, welche sich allesamt außergewöhnlich stark vom Land geprägt zeigen und dadurch die Personen ein wenig in den Hintergrund drängen. Jede Zeile dieses Buches spiegelt das ausführliche Wissen des Autors über Land und Leute Mexikos wieder. Die starke, beinahe erdrückende Dominanz des Landes, seiner Mythen und Geheimnisse, aber auch der Armut, die allerorts anzutreffen ist, wird noch verstärkt durch die zahlreichen in spanischer Sprache gehaltenen Dialoge, die zudem nur teilweise übersetzt werden. Vielleicht etwas übertrieben für den durchschnittlichen Leser aus dem deutschsprachigen Raum.

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