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Manfred Clauss (Hrsg.)
Die römischen Kaiser
55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian
(1997)

C. H. Beck Verlag
2001
501 Seiten


Von Alfred Ohswald am 25.04.2002

  Die 55 Portraits in dem Buch stammen jede von einem anderen Autor - man hat also eine gebündelte Menge an Spezialkenntnis in dem Buch versammelt. Der Schwerpunkt liegt auf der historischen Rolle des jeweiligen Kaisers. Der oft reichlich überlieferte Tratsch über die privaten Exzesse wird bestenfalls am Rande mit den gebührenden Einschränkungen erwähnt. Allzu oft handelt es sich um Negativpropaganda, die von antiken Autoren stammt, die stark im Verdacht stehen, hierbei nicht ganz unparteiisch zu sein.
  Die Auswahl der Portraits berücksichtig nicht die für die historische Entwicklung kaum relevanten Kaiser, die nur sehr kurze Zeit die Macht innehatten. Sie werden i Rahmen der anderen Portraits behandelt. So sind z.B. den 3 Kurzzeitkaisern Galba, Otho und Vitellius, die im Vierkaiserjahr zwischen Nero und Vespasian an die Macht gelangten, keine eigenen Portraits gewidmet.
  Am Anfang jedes Portraits ist eine Zeichnung einer Münze mit dem jeweiligen Kaiserkopf zu finden, sonst gibt es, außer den beiden Karten im Anhang, keine Illustrationen in dem Buch. Als gute Ergänzung, sowohl was die Bilder als auch die Skandalgeschichten betrifft, kann man das gleichnamige Buch von Chris Scarre heranziehen. Nicht annähernd so wissenschaftlich seriös, kann man sich dadurch ein vollständigeres Bild machen. Bei den Fakten sollte man sich aber eindeutig an das von Manfred Clauss herausgegebene Buch halten.
  Als Nachschlagwerk oder Übersicht zu den behandelten ca. 600 Jahren der römischen Antike ist das Buch rundum gelungen. Der kurze Anhang mit Karten, Liste der Kaiser, Zeittafel, ausgewählter Literatur und Register rundet diesen positiven Eindruck noch ab.

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