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Joachim C. D. Rohlfing
Die Gedanken sind frei...
Die Erlebnisgeschichte eines jungen Mannes beim 'Bund'

2000
287 Seiten


Von Heiner Hemken am 24.04.2002

  `Die Gedanken sind frei...` ist der Titel des Romans von Joachim C.D. Rohlfing. Hierbei handelt es sich um eine `farbenfrohe` Erlebnisgeschichte eines jungen Mannes beim `Bund`...
 
  Im Jahre 1971 wird Peter Waldhaus eingezogen. Es bietet im eine Welt, die er so noch nicht gekannt hatte. Zusammen mit seinen Leidensgenossen muss er schnell feststellen, in einer Welt aus Befehl und Gehorsam gefangen zu sein.
 
  Gefangen zwischen der Zeit und seinen Vorstellungen, versucht Peter Waldhaus Licht ins Dunkel des `Ganzen` zu bringen, was ihm am Ende auch gelingen soll.
 Er zweifelt an der Aussagekraft seiner Vorgesetzten und sucht die Konfrontation mit ihnen.
 Schnell wird ihm klar, dass er immer wieder begreifen muss, dass es seine Zeit ist, die ihm beim `Bund` genommen wird.
 Seine Ablehnung dem Ganzen gegenüber wächst mit jedem Tag. Nächtelang diskutiert er mit seinen neu gefundenen Freunden über Sinn und Zweck des Militärs. Seine Erkenntnis ist niederschmetternd und aufrüttelnd zugleich.
 
  Dennoch versucht er, die sich ihm gegebenen Situationen so gut es geht zu bestehen. Trotz seiner offenkundigen inneren Ablehnung gegenüber dem Militär, wird er Unteroffizier und Ausbilder.
 
  Joachim C.D. Rohlfing ist so ein realistischer Einblick hinter die `Fassaden` gelungen. Ihm ist es mit diesem Roman gelungen, die Schikanen und Ungerechtigkeiten einer verschenkten Zeit aufzudecken. Ohne direkt die Konfrontation zu suchen, wird der Leser durch eine Welt voller Missverständnisse und Ungereimtheiten geführt. Immer wieder muss er erkennen, dass nur die Zeit helfen kann, bereits bestehende Gegebenheiten vergessen zu machen.
 
  Ob und wie Peter Waldhaus die Zeit beim Bund bestehen kann, wie er mit der an der Tagesordnung zu scheinenden Diskriminierung fertig wird und ob er sich im Nachhinein von allem lösen kann, sollte der Leser auf jeden Fall selbst auch für sich in Augenschein nehmen.
 
  `Die Gedanken sind frei...` ist eine schonungslose Abrechnung mit der Vergangenheit; einer Zeit, die zumindest für Peter Waldhaus leider nicht immer `farbenfroh` war...

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