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Boris Altschüler
Der Renegat


Von Henning Tollkühn am 24.04.2002

  Boris Altschüler`s Roman dreht sich um das Leben des KGB-Agenten Schabtaj Rabinowitsch oder Genosse Schurik, wie er mit Codenamen genannt wird.
 Während seiner Armeezeit wird der junge Rabinowitsch zu einer Spezialausbildung nach Moskau gebracht und zum Agenten ausgebildet. Selbstverständlich darf er mit niemandem über seine neue Tätigkeit sprechen.
  Er wird sowohl zum Diamantenhändler, als auch zu einem religiös bewanderten kalballainteressiertem jüdischen Kaufmann geschult, um in der Zukunft in Israel als Auslandsagent tätig zu werden.
  Sein Agentenleben führt in zu vielen Bekanntschaften, die festeste Bindung hat er zu seinem Armeekumpanen Grigori Tschatschkes, die auch bis zum Ende hin bleibt. Die meisten anderen Bekanntschaften sind nicht von langer Dauer.
  Der Roman beschreibt in vielen Facetten das Leben dieses Mannes und hat im Hintergrund noch viele geschichtliche Informationen zu bieten. Stellenweise wird die Spannung durch übermäßige geschichtliche Daten und dazugehörige Namen vollkommen abgebaut.
 Auch das Leben Schabtaj Zwi`s spielt nebenher eine Rolle, ein direkter Zusammenhang zwischen den beiden Schabtaj`s wird nicht deutlich ersichtlich.
  Boris Altschüler scheint einen enormen Einblick in die Arbeitsweisen des KGB`s gehabt zu haben, da der Roman so authentisch geschrieben ist, dass an einigen Punkten in der Erzählung nicht mehr zwischen Fiktion und Wirklichkeit unterschieden werden kann. Manches Mal wirkt der Roman in seiner Art wie ein echtes Sachbuch.
  Der Renegat ist alles in allem ein gut gelungenes Buch mit diversen Höhen und Tiefen. Geschichten werden geschickt in die Hauptgeschichte mit eingewebt und ergeben letztendlich ein interessant zu lesendes Stück.
  Ehrlich gesagt habe ich mir zwischendurch die Frage gestellt, ob B. Altschüler aufgrund der Authentizität gar selbst als KGB-Agent tätig gewesen ist. Es bereitet Spaß, dieses Werk zu lesen. Passagenweise ist das Buch sehr mitreißend und fesselnd, doch nicht immer. Manches mal schleppt es sich nur voran. Es bleibt ein empfehlenswerter Roman, der, wenn man durchhält, mit einem epithetischen Ende belohnt wird.

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