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Gerhard Haderer
Das Leben des Jesus

Ueberreuter
2002
34 Seiten


Von Alfred Ohswald am 27.03.2002

  Nach „Jörgi, der Drachentöter“, wo Haderer zusammen mit Leo Lukas Jörg Haider vor das Visier seines Pinsels genommen hat, erschient mit „Das Leben des Jesus“ sein zweites, eigenständiges Buch. Außer einem Versuch mit seiner Comix-Reihe „Moff“ gibt es sonst nur gesammelte Karikaturen in Buchform von ihm, die schon in irgendwelchen Medien veröffentlicht waren. Die beiden eigenständigen Bücher sind deutlich weniger umfangreich, als die Karikaturensammlungen, bringen aber eine bisher unveröffentlichte, durchgehende Bildergeschichte.
  Wie der Titel schon klar macht, geht es dieses Mal um das Leben von Jesus. Natürlich in der leicht von der Bibel abweichenden Form Haderers. Sein Jesus ist eine Art gutmütiger Hippy, die meiste Zeit „auf Weihrauch“. Daneben scheffeln die 12 Apostel jedes Mal kräftig ihr Schärflein auf die Seite, wenn Jesus eines seiner mehr oder weniger überzeugenden Wunder vollbringt. Egal ob Wasser in Wein verwandelt wird oder ein Glücksfall einer hungernden Zuhörerschaft überraschend jede Menge Fisch beschert, 12 Klingelbeutel stehen jederzeit zum Abkassieren bereit. Bis es Jesus schließlich reicht und er in den Himmel fährt, wo er selig in Gesellschaft von Bob Marley, Brian Jones, Janis Joplin, Jimi Hendrix, John Lennon und Co. auf einer Wolke Weihrauch schwebt.
  Haderer dürfte vielen aus seinen zahlreichen Karikaturen in verschiedensten Zeitungen und Zeitschriften bekannt sein. Falls nicht, sollte es genügen, seinen Namen in einer Suchmaschine einzugeben. In einigen dieser Suchergebnisse sind dann auch Karikaturen im Netz von ihm zu finden.
  Eigentlich wenig verwunderlich, dass es sich der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn nicht nehmen ließ, sich negativ zu dem Buch zu äußern. Auf manche Reflexe ist eben Verlass.

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