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Pauline Gedge
Die Herrin Thu
(House of Illusions, 1996)

Rowohlt
2000
Übersetzt von Dorothee Asendorf
540 Seiten
€ 9,90 [D]


Von Alfred Ohswald am 21.03.2002

  Der junge Offizier Kamen ist als Bewachung eines königlichen Herolds auf dem Nil unterwegs. Als sie eines Tages am Ufer lagern, bittet ihn eine seltsame Frau, eine Botschaft von ihr dem Pharao zu überbringen. Obwohl er vom Herold gewarnt wurde, dass die Frau eine bekannte Verrückte ist und alle möglichen Leute mit dieser Bitte belästigt, läßt sich Kamen zu der Gefälligkeit überreden.
  Zurück in Pi-Rames, der Haupt- und Residenzstadt von Ramses III. weis Kamen nicht recht, was er mit der Botschaft anfangen soll und übergibt sie seinem General Paiis. Einige Zeit später schickt ihn Paiis zusammen mit einem geheimnisvollen Begleiter zu der Frau, um sie zu verhaften. Das seltsame Benehmen seines Begleiters macht Kamen misstrauisch und er kommt zu der Überzeugung, dass der Mann die Frau und ihn ermorden soll. Er wart die Frau rechtzeitig und sie entgehen knapp dem Anschlag. Gemeinsam reisen sie nach Pi-Rames zurück, halten sich verborgen und planen ihre Rettung.
  Kamen erfährt von Thu, dieser Frau, dass sie vor 17 Jahren in einen Mordanschlag auf Ramses III. verwickelt war. Als der Anschlag mißlang, ließen ihre Mitverschwörer sie fallen und schoben ihr alle Schuld zu. Sie wurde zu Tod verurteilt, aber von Ramses begnadigt und an den Ort verbannt, wo Kamen auf sie traf. Jetzt will sie sich an ihren Mitverschwörern rächen, doch die sind noch immer mächtige Männer in Ägypten und wissen sich zu wehren...
 
  „Die Herrin Thu“ ist eine Fortsetzung zu Gedges Roman „Das Mädchen Thu und der Pharao“, der sich an ein tatsächlich überliefertes Komplott gegen Ramses III. orientierte. Man muss den ersten Roman allerdings nicht unbedingt gelesen haben, um „Die Herrin Thu“ zu verstehen.
  Pauline Gedge ist spezialisiert auf historische Romane aus dem alten Ägypten und entwirft auch hier wieder einen prallen Schmöker voll Intrigen, Liebe und viel Gefühl. Wer gerne Romane über das alte Ägypten liest, liegt bei ihr nie falsch. Vielleicht hätte „Die Herrin Thu“ eine kräftige Kürzung nicht geschadet, aber in diesem Genre wird nun Mal gerne ausschweifend und detailliert beschrieben.

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