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Antoine B. Daniel
Die Inkas
Prinzessin der Sonne

Hoffmann & Campe
2001
Übersetzt von Andrea Alvermann
€ 30,95 [D]


Von Alfred Ohswald am 25.02.2002

  Die junge Anamaya wächst in einem kleinen Dorf auf. Durch ihren ungewöhnlich großen Wuchs und ihre blauen Augen ist sie eine ungewöhnliche Erscheinung. Als ihr Dorf eines Tages von den Inkas überfallen wird, überlebt sie und gerät in Gefangenschaft.
  Nach einiger Zeit wird sie dem alten, todkranken Huayana Capac, den Herrscher der Inkas vorgeführt. Er entscheidet über ihr Schicksal, über Leben oder Opfertod. Der alte König ist von ihren blauen Augen fasziniert und glaubt durch ihre Anwesenheit weniger Schmerzen zu verspüren. So kommt es, dass sie die letzte Nacht des Herrschers an seinem Bett verbringt und er mit ihr spricht. Am nächsten Tag ist er tot, ohne einen Nachfolger bestimmt zu haben. Anamaya kann sich aber an nichts mehr erinnern, was der sterbende König ihr anvertraut hat. Der König hat noch aus dem Totenreich mit sie Einfluss und sie wird sich erst erinnern, wenn er es will.
  Es kommt zum Streit um die Nachfolge und Anamaya wird durch ihr verstecktes Wissen hineingezogen. Zwei Kronprinzen kommen für den Thron in Frage, der kühne Atahualpa und der verschlagene Huascar. Atahualpa ist in der besseren Position, sträubt sich aber die Macht zu übernehmen. Huascar versucht Anamaya aus dem Weg zu schaffen, weil er ihr Wissen fürchtet. Und gerade zu dieser turbulenten Zeit treffen Berichte über fremdartige Reisende an, die übers Meer gekommen sind ...
 
  Das Autorenduo Antoine Audouard und Jan-Daniel Baltassat schrieb diesen ersten Teil einer Trilogie und wurde dabei von dem Historiker Bertrand Houette beraten. Das Epos beginnt einigermaßen klischeehaft mit einer aus einem kleinen Dorf stammenden Heldin mit einem Geheimnis in ihrer Vergangenheit, die schnell mitten in der obersten Führungsschicht des Inkareiches landet. Und auf diese Art geht er meist weiter. Auch die anderen Figuren glänzen nicht unbedingt durch Vielschichtigkeit und passen oft in ein simples Gut/Böse-Schema.
  Die gekürzte Hörbuchversion verstärkt diesen Eindruck noch eher. Ulrike Grote liest in einem ungewöhnlich schnellen Tempo, woran man sich aber bald gewöhnt. Vor allem bei den nicht eben alltäglichen Namen der Protagonisten nötigt ihr flüssiger und klar akzentuierten Vortrag Respekt ab.
 
 388 Minuten (4 MCs)
 Sprecherin: Ulrike Grote

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