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Ray Bradbury
Fahrenheit 451
(Fahrenheit 451, 1953)

Hörbuch Verlag
2001
Übersetzt von Fritz Güttinger
€ 36,- [D]


Von Alfred Ohswald am 17.02.2002

  Bücher sind verboten und die Feuerwehr ist dazu da, sie zu verbrennen. Die Besitzer werden dann interniert. Guy Montag ist Feuerwehrmann, doch eine zufällige Begegnung mit einer jungen, zum Hinterfragen neigenden Nachbarin bringt ihn selbst zum Nachdenken. Er beginnt die Sinnlosigkeit ihres, von Fernsehen und Musikberieselung dominierten Lebens zu hinterfragen. Von seinen Einsätzen bringt er immer wieder Bücher mit nach Hause. Er lernt einen alten, ehemaligen Literaturprofessor kennen.
  Doch sein Hauptmann beginnt Verdacht zu schöpfen und er ist ein gefährlicher Mann. Auch Montags Frau steht seinem neu entdeckten Interesse ablehnend gegenüber.
 
  Schon im älteren „Die Mars-Chroniken“ hat Bradburry eine Episode über eine Zeit, in der Bücher verboten sind, geschrieben. In „Fahrenheit 451“ führt er dieses Thema weiter aus und erzählt von einer noch düstereren Zukunftsvision. Der Science-Fiction Klassiker „Fahrenheit 451“ und sein Autor sind eine Ausnahmeerscheinung des Genres, weil sie neben H.G. Wells, Aldous Huxley und George Orwell zu den wenigen Beispielen gehören, die von der Literaturkritik beachtet wurden.
  Im Gegensatz zu z.B. Wells, ist „Fahrenheit 451“ zwar stilistisch gekonnt geschrieben, entwickelt aber durch die immer wieder vorkommenden philosophischen Betrachtungen wenig Spannung bei der erzählten Geschichte. Auch die Hauptfigur, der Feuerwehrmann Guy Montag, bleibt als Persönlichkeit ziemlich farblos. Er dient mehr als Sprachrohr des Autors, als dass er sich als eigenständiger Charakter darstellt und entwickelt.
  Mit der ungekürzten (!) Hörbuchversion setzt der Hörbuch Verlag seine Reihe der Science-Fiction Klassiker fort. Hans Eckardt bietet einen gediegenen, professionellen Vorlesestil. Kein Meisterwerk aber guter Durchschnitt im positiven Sinn.
 
 353 Minuten (5 CDs)
 Sprecher: Hans Eckardt
 Regie: Heidemarie Eckardt

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