Hauptseite
Rezensionen
Autoren
Themen
Reportagen
Meldungen
Links
Kontakt
Newsletter
C. C. Bergius
Spanisches Roulette
(1982)

335 Seiten


Von Alfred Ohswald am 05.02.2002

  Spanien ist in der Zeit König Philipp II. am Zenit seiner Macht. Von hier aus soll der katholische Glaube in der ganzen Welt verbreitet werden. Antonio Pérez ist Staatssekretär und Günstling König Philipp II. und beherrscht das Spiel um Einfluss und Geld. Er leistet sich ein verschwenderisches Leben und zahlreiche Liebschaften und ist trotzdem loyal zu König und Spanien.
  Als einem seiner Günstlinge an der Seite des von Philipp ungeliebten Halbbruders Don Juan de Austria sein Erfolg zu Kopf steigt, und er sich gegen den König stellt, muss er aus dem Weg geschafft werden. Philipp beauftragt Pérez damit. Nach verübter Tat sollte dieses Verbrechen in Zukunft zwischen ihnen stehen.
 
  Bergius historischer Roman handelt nicht von fiktiven Figuren in historischer Kulisse, er schreibt über eine reale historische Persönlichkeit. Den Hintergrund bildet der Hofstaat des fanatischen Katholiken und undurchsichtigen Intriganten Philipp II. mit seinen ständig in Intrigen verwickelten Adligen und Staatsbeamten. „Spanisches Roulette“ ist eine Romanbiografie über den schillernden Staatssekretär Antonio Pérez. Ein geradezu klassisches Beispiel von einen, der Sonne zu nahe gekommenen Ikarus.
  Die Kombination aus ausführlicher Recherche und dem Talent, eine Geschichte spannend zu erzählen, macht das Buch zu einem guten Beispiel für einen gelungenen historischen Roman. Kein Thriller mit abenteuerlichen Spekulationen und Verschwörungen, mehr ein „so könnte es gewesen sein“.

Das Copyright © liegt beim jeweiligen Autor der Kritik. Ohne seine ausdrückliche Zustimmung darf seine Rezension nicht verwendet werden.

Wenn Sie zu diesem Buch auch eine Kritik schreiben wollen, senden Sie diese bitte per eMail. Diese Mail geht an den Betreiber dieser Seite!
Mails an den Autor der Kritik sind nur möglich, wenn dessen Name ein Link ist. Mit dem Link gelangen Sie zum Portrait des Rezensenten, wo meist auch seine eMail-Adresse zu finden ist. Andernfalls ist keine Kontaktaufnahme erwünscht oder möglich.