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Anne McCaffrey / Margaret Ball
Nancia
Das Raumschiff, das ein Mensch war
(Partnership, 1992)

370 Seiten


Von Alfred Ohswald am 04.02.2002

  Körperlich missgebildete Kinder werden als Gehirne für Raumschiffe ausgebildet. Die menschlichen Schiffe wählen sich einen Piloten, mit dem sie dann eng zusammenarbeiten und meist auch ein persönliches Vertrauensverhältnis haben. Nancia ist Mitglied einer Familie des Hochadels und deshalb besonders ehrgeizig. Ihren ersten Flug muss sie wegen der Dringlichkeit noch ohne Piloten unternehmen.
  Sie muss eine Gruppe verwöhnter und missratener junger Adliger auf ihre ersten Posten fliegen. Mit einer Ausnahme haben sie keine Ahnung, dass mit einem Gehirnschiff unterwegs sind, dass alle ihre Gespräche mitbekommt. Nancia erfährt im Laufe der Reise von ihren kriminellen Plänen, ihre Posten zur persönlichen Machtentfaltung zu missbrauchen. Als sie ihr Wissen danach weitergeben will, erfährt sie, dass diese Art der Belauschung gegen alle Regeln verstößt und auch vor einem Gericht akzeptiert wird.
  Als sie ihren Piloten wählt, merkt sie bei ihren Gesprächen, dass auch er einen solchen Regelverstoß nicht gutheißen würde. So gehen die beiden ihren Aufträgen nach, während die jungen Adligen ihre kriminellen Vorhaben immer erfolgreicher vorantreiben.
 
  Nach dem Erfolg von „Helva. Das Raumschiff, das sang“ packt McCaffrey die gleiche Grundidee hier viele Jahre später wieder aus und schrieb mit ihrer Co-Autorin einen weiteren Roman auf dieser Basis. Das Bemerkenswerteste an „Helva“ war die Idee, und die ist jetzt nicht mehr neu. „Nancia“ ist zwar spannender geschrieben, und die beiden zusammenlaufenden Handlungsfäden der Erlebnisse des Schiffes und seines Piloten und parallel der Karriere der Bösewichter macht es auch abwechslungsreicher. Aber es bleibt eine durchschnittliche Weltraumabenteuergeschichte ohne bemerkenswerte Höhepunkte. Wem „Helva“ wirklich gut gefiel, wird von „Nancia“ nicht enttäuscht werden.

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