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Birgit Reß-Bohusch (Hrsg.)
Isaac Asimov’s Science Fiction Magazin 5

Heyne
1980
Übersetzt von Birgit Reß-Bohusch und Keto von Waberer
156 Seiten


Von Alfred Ohswald am 01.02.2002

 D. C. POYER
 HITZEWELLE
 (Heatwave)
 
  Eine vermeintlich unbewohnte Eiswelt wird von den Menschen näher zu Sonne manövriert, um sie bewohnbar zu machen. Die darüber hinwegfliegende Marra stürzt weit entfernt von der nächsten Station ab und muss sich überlegen, wie sie den Weg dorthin schafft. Schließlich konstruiert sie sich einen Eisgleiter mit Segel und macht sich auf den Weg. Doch der Aufprall ihres Fluggeräts hat etwas geweckt, dass sich an ihre Fersen heftet ...
 
 A. AMALIA ANDUJAR
 BERÜHRE SANFT DEN GEIST DES FREMDLINGS
 (Softly Touch the Stranger’s Mind)
 
  Johalla gerät mit seinem Raumschiff in Schwierigkeiten und muß auf einem unbekannten,. bewohnten Planeten notlanden. Um möglichst wenig Schaden anzurichten, wählt er eine kleine Insel und macht sich an die Reparaturarbeiten. Bald darauf entdeckt er, dass er nicht allein hier ist. Ein ziemlich primitives blasses und fleischiges Wesen ohne Chitin-Panzer befindet sich auch auf der Insel und reagiert aggressiv auf seinen Anblick ...
 
 RANDALL GARRETT
 EIN SELTSAMER VOGEL
 (Polly Plus)
 
  Janet Sadler ist eine junge Lehrerin. Einer ihrer Schüler fällt ihr auf, weil er sich mit seinen Leistungen zurückhält. Er hat zwar gute Noten, aber sie glaubt, dass mehr in ihm steckt. Als die Kinder von einer anderen Lehrerin ein Tier übers Wochenende zur Betreuung mit nach Hause mitgegeben bekommen, wählt Willy, dieser Schüler, einen Papagei. Janet wohnt gegenüber Willy und kann ihn deshalb manchmal im Garten beobachten. Darum sieht sie auch, wie ein Kater den Papagei fängt, während Willy kurz nicht da war. Sie läuft rüber, weil sie glaubt, dass der Papagei zumindest schwer verletzt ist. Doch als Willys Vater sie hinein bittet, ist der Papagei zu ihrer Überraschung kerngesund. Als Willy den Papagei zurückgebracht hat, kann er plötzlich viel besser sprechen als vorher. Fast scheint er intelligent zu sein ...
 
 LEE CHISHOLM
 IN EINEM FREMDEN HAUS
 (Someone Else’s House)
 
  Sie erwacht nach einem starken Migräneanfall in einem fremden Haus inmitten fremder Menschen mit großen Gedächtnislücke. Alle nennen sie mit einem Namen, den sie nicht kennt. Sie kann sich noch erinnern, dass sie eine kleine Bibliotheksangestellte war, aber jetzt scheinen sie alle für eine reiche Frau zu halten. Und ihr beginnt ihr neues Leben schnell zu gefallen ...
 
 ISAAC ASIMOV
 NICHTS IST UMSONST
 (Nothing For Nothing)
 
  Ein Raumschiff umkreist in der Eiszeit die Erde. Sie durchforschen die Galaxis, um mit anderen Zivilisationen Wissen auszutauschen. Aber die Menschen sind noch zu primitiv. Sie haben offensichtlich weder etwas zu bieten, noch könnten sie ihnen etwas für sie Brauchbares geben. Doch der Forscher an Bord besteht auf eine genauere Untersuchung. Und sie finden tatsächlich etwas für sie Wunderbares. Nur, was sollen sie dafür geben ...
 
 JO CLAYTON
 TRAUMKÖDER
 (A Bait Of Dreamer)
 
  Ein Mädchen mit einer turbulenten Vergangenheit wurde zur Knechtschaft verurteilt, als sie bei einem Diebstahl erwischt wurde. Nun versucht sie alles, sich wieder frei zu kaufen. Zu allem Unglück ist ihr auch noch ein Gegenstand in die Hände gefallen, der süchtig machende, drogenähnliche Wirkung hat. Die Flucht in diese Scheinwelt hat in ihrer Situation eine sehr starke Anziehungskraft.
 
 FREDERICK S. LORD, JR.
 ABER REITEN SIE AUF DELPHINEN?
 (But Do They Ride Dolphins?)
 
  Gentechnische Forschungsfortschritte haben es ermöglicht, Menschen die vollkommen im Wasser leben, zu schaffen. Leihmütter, die eine hohe finanzielle Vergütung dafür bekommen, finden sich leicht. Doch niemand hat an die Bindung zwischen Mutter und Kind wirklich einen Gedanken verschwendet.
 
 
  Die meisten dieser SF-Kurzgeschichten drehen sich um einen Erstkontakt zwischen Menschen und Außerirdischen. Die Art und der Blickwinkel sind unterschiedlich. Nur „In EINEM FREMDEN Haus“ - mehr ein Kurzkrimi als Science Fiction, „Traumköder“ – eine Antidrogenstory auf einer fremden Welt und „Aber reiten sie auf Delphinen?“ – eine Geschichte zur Problematik der Genforschung, haben andere Themen.
  Die Storys sind alle geradlinig erzählt und mit einem, für Kurzgeschichten typischen Handlungsverlauf mit der abschließenden Pointe. Nur „Aber reiten sie auf Delphinen?“ erinnert stärker an eine Erzählung, die ohne Pointe eine kurze Geschichte erzählt. Die Auswahl der Geschichten ist gut gelungen. Es sind alles hervorragende Beispiele für SF der 70er-Jahre. Keine Space Operas mit Raumschiffkämpfen und kriegerischen Aliens, dafür Variationen zur Begegnung mit dem Fremden, Gedanken zu Umweltschutz, gesellschaftlichen Problemen und den Gefahren der Forschung.

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