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Kai Meyer
Die Alchimistin
(1998)

Heyne
2001
492 Seiten
€ 8,95 (D)


Von Alfred Ohswald am 24.01.2002

  Christopher kommt als 17jähriger aus dem Waisenhaus zu einer Familie auf ein auf einer Insel liegendes Schloss. Aber die Familie ist ziemlich eigenartig. Sein Stiefvater verbringt seine Zeit mit irgendeiner Tätigkeit im Dachgarten des Schlosses. Aura, eine seiner beiden Stiefschwestern, ist in seinen ebenfalls adoptierten Stiefbruder Daniel verliebt.
  Doch Aura soll in ein Internat in der Schweiz geschickt werden, wogegen sie sich heftig wehrt. Es hilft ihr aber alles nichts, eines Tages muss sie abreisen. Und das Internat stellt sich als noch weit schrecklicher heraus, als sie selbst in ihren schlimmsten Befürchtungen geahnt hätte.
  Christopher gelingt es inzwischen das Vertrauen seines Stiefvaters Nestor zu gewinnen. Er arbeitet geradezu fanatisch an alchemistischen Experimenten auf der Suche nach dem legendären, das ewige Leben verheißenden, Stein der Weisen. Der wissensdurstige Christopher blüht hier auf, doch dann wird Nestor in seinem Dachgarten ermordet. In der ersten Panik verscharrt Christopher ihn dort oben in der Erde und verschweigt seinen Tod. Er setzt die Arbeit Nestors fort und versucht erfolgreich, den Rest der Familie vom Dachgarten fern zu halten. Er entdeckt, dass seine Stiefmutter einen Liebhaber hat und erpresst sie mit seinem Wissen. Eines Tages kommt es zu Konfrontation zwischen ihm und dem Liebhaber und er tötet ihn ...
 
  Dieser Roman Kai Meyers dreht sich hauptsächlich um den legendären Stein der Weisen. Damit verknüpft er zahlreiche andere Mythen, wie die um den Orden der Templer, zu einem dichten Netz, durch das sich seine Protagonisten durchkämpfen müssen.
  Anfangs braucht es einige Zeit, bis die Geschichte richtig in Schwung kommt. Nur langsam erfährt der Leser ein Geheimnis nach dem anderen. Man könnte den ersten Teil mit seinen über 250 Seiten als eine Art überlangen Prolog sehen. Danach beginnen sich die Dinge aber immer mehr zu beschleunigen. Die Figuren entdecken immer mehr Geheimnisse, die manchmal so ziemlich alles, was sie bisher vermuteten, auf den Kopf stellen. Die Wurzeln reichen bis in die Zeit der Kreuzzüge und der Zeit des Templerordens zurück.
  Aus dieser Mischung aus phantastischen Mythen, Magie und historischen Ereignissen bastelte Meyer wieder eine seiner spannenden Geschichten. Unterhaltungsliteratur dieser Art ist sonst im deutschen Sprachraum Mangelware.

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