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Jürgen Roth
Netzwerke des Terrors
(2001)

Europa Verlag
224 Seiten


Von Alfred Ohswald am 01.01.2002

  Viele Bücher erschienen in der Folge der Terroranschläge in Amerika auf das World Trade Center und das Pentagon. Gut und weniger gut informierte Autoren warfen ihre Einsichten auf den Markt. Jürgen Roth beschäftigt sich seit Jahren mit organisierter Kriminalität, Terrororganisationen und Geheimdiensten und deren Verwicklungen ineinander. Darum ist es auch nahe liegend, dass er ebenfalls ein Buch zu diesem Anlass schrieb. In „Netzwerke des Terrors“ liest man vieles aus früheren Büchern Roths in gestraffter Form. Es ist auch eine Art Zusammenfassung seiner bisherigen Bücher unter Berücksichtigung seines aktuellen Kenntnisstandes.
  Man erfährt über fundamentalistische Terrororganisationen in der Türkei, den an Afghanistan angrenzenden Staaten der ehemaligen Sowjetunion und der arabischen Länder. Aber auch über die mit ihnen in Verbindung stehenden kriminellen Organisationen in Russland, Albanien, westeuropäischen Ländern, Südamerika und natürlich die nötigen Partner in der Wirtschaft in der Schweiz Italien, Lichtenstein und Deutschland. Auch die Rolle der vor einer schier unlösbaren Aufgabe stehenden Polizei, dem Doppelspiel der Geheimdienste und der Politik. Hinten im Buch finden sich zu den beschriebenen Fakten Quellenangaben und einige Dokumente als Beleg abgedruckt.
  Auch wenn Roth vieles aus seinen früheren Büchern „aufwärmt“, bietet er als einer der besten Kenner der Materie im deutschsprachigen Raum doch vieles, dass man sonst nicht oft an Information zu lesen bekommt. Kompaktes Hintergrundwissen, das besonders den Hintergrund und das Umfeld von Terrororganisationen durchleuchtet. Besonders deutlich wird der Zusammenhang zwischen organisierter Kriminalität und Terrorismus. Ohne diese Geldquelle wären diese Organisationen schwer zu finanzieren.

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