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Jürgen Roth / Kay Sokolowsky
Der Dolch im Gewande
Komplotte und Wahnvorstellungen aus zweitausend Jahren

Konkret
2000
184 Seiten
DM 22,80


Von Alfred Ohswald am 17.12.2001

  Die beiden freien Autoren Roth und Sokolowsky schreiben hier bunt gemischt über die verschiedensten, mehr oder weniger abstrusen Verschwörungstheorien. Dabei benutzen sie unterschiedliche Darstellungsformen. Ein Briefwechsel über das Thema zwischen zwei älteren Herren, eine Unterhaltung per eMail oder auch ganz normale Kapitel über eine bestimmte Verschwörungstheorie kommen vor. Sogar eine Satire findet sich als Gastbeitrag von Gerard de la Vallée-Faucon über die bevorstehende Weltherrschaft von Franz Beckenbauer. Die Autoren selbst schreiben meist in einem sehr deftigen und polemischen Stil. Da wird heftig ausgeteilt und Dummköpfe oft beim Namen genannt.
  Unter anderem haben sie Kapitel zu den Mythen um die Freimaurer und die Illuminaten, die Legenden um die Merowinger, Verschwörungen um Mozart und Haydn, Schopenhauer und Hegel und die verrückten Theorien der „Black Muslims“ geschrieben.
 
  Der deftige und einige Male wechselnde Stil geben dem Buch einen uneinheitlichen Gesamteindruck. Es scheinen zum Teil wild zusammengewürfelte Texte genommen worden zu sein. Eine Nachbearbeitung hätte da in einigen Fällen nicht geschadet.
  Es ist eine polemisch formulierte Kritik an den gerade in Zeiten des Internet geradezu aus dem Boden schießenden Verschwörungstheorien. Nichts scheint abwegig und dumm genug, um nicht von irgendwelchen Spinnern geglaubt zu werden. Und hier liefert das Buch zwar nur einen Auszug, zeigt aber die Tendenz deutlich auf.

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