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Steven Erikson
Das Reich der Sieben Städte
Das Spiel der Götter 2
(Deadhouse Gates. A Tale of the Malazan Book of the Fallen, 2000)

Blanvalet
2001
Übersetzt von Tim Straetmann
512 Seiten
DM 24,- € 12,-


Von Alfred Ohswald am 10.12.2001

  Das Reich der Sieben Städte wird vom malanzanischen Imperium beherrscht. Doch es herrscht angespannte Stimmung. Trotz einer Säuberungswelle und brutalen Unterdrückungsmaßnahmen steht eine Rebellion bevor. In der Wüste sammelt eine Sehrerin ein Heer gegen die Malanzaner und wartet nur mehr auf einen Gegenstand, um eine Prophezeiung zu erfüllen.
  Die junge Adlige Felisin war ein Opfer der Säuberungswelle und wird zusammen mit einem ehemaligen Priester und einem Straßenkämpfer in die Minen zum Frondienst geschickt. Das Überleben ist dort nicht einfach, doch sie hat einen Weg gefunden.
  In der Wüste befinden sich ein Jaghut, uralt und mächtig, mit seinem Begleiter auf einer Suche. Und noch eine andere Gruppe, Fiedel, Kalam, Crokus und Apsalar, reist durch diese Wüste. Ihr Ziel ist die Ermordung der Herrscherin von Malanzan ist. Diese Wüste ist aber zu einer äußerst gefährlichen Gegend geworden. Seltsame Wesen treiben sich dort herum und greifen jeden an, der ihnen über den Weg läuft. Und auch der Aufstand nimmt dort seinen Anfang und dabei wird eine gewaltige Macht entfesselt.
 
  Der zweite Teil dieser Fantasysaga in dieser von Magie, seltsamen Wesen und grausamen Kriegen heimgesuchten Welt setzt die Handlung des ersten Teils erst langsam und dann in steigendem Tempo fort. Eigentlich ein Nebenschauplatz, denn nur eine Gruppe der Abenteurer des ersten Teils findet sich hier wieder. Einige Handlungsstränge verzweigen sich oder vereinigen sich, wenn die Protagonisten sich trennen oder aufeinander treffen. Als wäre das nicht komplex genug, geschieht das Ganze vor einem sehr detaillierten und ausgefeilten Hintergrund. Geheimnisvolle, uralte Völker tauchen kurz auf, Götter, Dämonen und Gestaltwandler streben nach eigenen Zielen, Intrigen werden gesponnen.
  Eine der gelungensten Fantasy-Epen, die sich durchaus mit George R. R. Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ vergleichen lässt. Der Hintergrund und die Figuren ist zwar völlig anders, aber beide Epen sind ähnlich komplex. Erikson dreht seine Figuren zwar auch manchmal ziemlich durch die Mängel, aber geht schlussendlich doch nicht so hart wie Martin mit ihnen um. Zumindest um die Wartezeit zum nächsten Band von „Das Lied von Eis und Feuer“ zu überbrücken, ist „Das Spiel der Götter“ aber ideal geeignet.

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