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Steven Erikson
Die Gärten des Mondes
Das Spiel der Götter 1
(Gardens of the Moon. A Tale of the Malazan Book of the Fallen, 1999)

Blanvalet
2000
Übersetzt von Tim Straetmann
799 Seiten
DM 26,- € 13,-


Von Alfred Ohswald am 10.12.2001

  Das malazanische Imperium expandiert mit aller Gewalt. Im Süden fällt die vorletze frei Stadt Fahl ihrem Ansturm. Sie war mit einem mächtigen Magier in einer fliegenden Festung namens Mondbrut verbündet. Die Schlacht einiger mächtiger Magier des Imperiums und dreier Armeen forderte fürchterliche Verluste. Besonders die „Brückenverbrenner“, eine Pionier-Elitetruppe, wurde fast vollständig aufgerieben und auch die Magier wurden fast völlig eliminiert. Der Verdacht kommt auf, das die Herrscherin des Imperiums sie aus dem Weg räumen will.
  Die wenigen, übrig gebliebenen Brückenverbrenner bekommen einen neuen Auftrag. Darujhistan, die letzte freie Stadt des Südens soll von ihnen mit Sabotageakten für den Angriff des Imperiums geschwächt werden. Dort beherrschen Intrigen den politischen Alltag. Im Hintergrund haben aber einige mächtige Männer ihre Finger im Spiel. Und noch andere Wesen, selbst Götter, verfolgen bei dieser Auseinandersetzung ihre eigenen Ziele und benutzen die Menschen in ihren undurchschaubaren Plänen.
 
  Zahllose Protagonisten, ein sehr komplexer Hintergrund und eine verwickelte Geschichte machen es Anfangs nicht leicht, sich in den Roman reinzulesen. Eriksons Helden sind nicht die in der modernen Fantasy häufig anzutreffenden „Underdogs“, die sich erst langsam zu Helden entwickeln. Bei ihm laufen unvorstellbar mächtige Figuren nur so herum. In vielen Fassetten erinnern sie an hochrangige Rollenspiel-Charaktere.
  Die Stärke des Romans liegt aber mehr im ausgefeilten Hintergrund und der Spannung der Handlung. Seine Welt hat eine weit zurückreichende Geschichte und eine detailliert ausgearbeitete gegenwärtige Welt. Verschiedene magische Sphären, Götter und andere Mächte werden zu einem farbenprächtigen Bild verwoben. Dabei sind die Rollen von Gut und Böse meist nicht klar verteilt. Jede Seite vertritt ihre nachvollziehbaren Interessen und Verbündete können aus der jeweiligen Sicht schnell zu Feinden werden. Das gibt dann dem Roman seine in dem Genre selten anzutreffende Vielschichtigkeit.

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