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Ambrose Bierce
Ein Mann mit zwei Leben
(Tales of Soldiers and Civilians, 1891)

btb
1999
Übersetzt von Jan-Willem van Diekmes
251 Seiten
DM 16,-


Von Alfred Ohswald am 03.12.2001

  Ambrose Bierce hatte selbst den amerikanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Union als Offizier mitgemacht und wurde durch seine Kurzgeschichten darüber als Autor bekannt. Obwohl keineswegs Pazifist, erzählt er keine edlen Heldengeschichten. Er erzählt schon von heldenhaften Männern, nur ist ihnen in seinen Geschichten selten ein langes Leben vergönnt. Sterben ist in Geschichten über einen Krieg das nahe liegende Hauptthema, und deshalb ist es auch bei Bierce so. In einigen Geschichten spielen auch die Besonderheiten eines Bürgerkrieges, in dem sich Bekannte und Verwandte auf den gegnerischen Seiten gegenüberstehen können, eine wichtige Rolle.
  Bierce’s später extrem ausgeprägter Zynismus ist hier noch nicht so deutlich ausgeprägt und viele seiner Protagonisten beschreibt er durchaus mit Sympathie. Seine Geschichten sind kurz, ohne Ausschweifungen geradlinig und schnörkellos. Dadurch wirken sie auch auf den heutigen Leser in keiner Weise antiquiert. In dieser Literaturform gehören seine Texte zu den Besten.

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