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Terry Pratchett
Echt zauberhaft
(Interesting Times, 1994)

Goldmann
2001
Übersetzt von Andreas Brandhorst
414 Seiten
€ 8,50


Von Alfred Ohswald am 22.11.2001

  Das Achatene Reich ist eine Mischung aus viel China und etwas Japan in der Scheibenweltversion. Der alte, grausame Kaiser wird bald sterben und die potenziellen Nachfolger belauern sich schon mit ihren Heeren gegenseitig vor der Stadt. Die aussichtsreichste Position hat der bisherige Großwesir Lord Hong, ein kaltblütiger Mann mit sehr großen Plänen. Er sendet eine Botschaft nach Ankh-Morpork und bittet, den „Großen Zaubberer“ in das Achatene Reich zu schicken. Ihn will er in eine von ihm angestiftete Revolution einbinden, die ihm die Möglichkeit der totalen Machtergreifung schaffen soll.
  Die Zauberer der Unsichtbaren Universität in Ankh-Morpork sind allesamt wenig daran interessiert, sich dorthin zu begeben. Darum stöbern sie den untalentierten und vom Pech verfolgten Ricewind auf einer einsamen Insel auf. Er war gestrandet und begann gerade das ruhige Inselleben zu genießen. Nach einem Zwischenspiel in der Unsichtbaren Universität landet er bald im Achatenen Reich und gerät bald mitten hinein in die dortigen Intrigen. Da hilft selbst sein bewährtestes Mittel, die eilige Flucht, nicht wirklich weiter.
  In dem Reich hält sich auch die „Graue Horde“ mit ihrem Anführer, den berühmten aber schon ziemlich bejahrten Barbaren Cohen, auf. Das jüngste Mittglied dieser kleinen Gruppe hat auch die 70 schon deutlich überschritten, doch sie planen einen großen Coup und ringen die Pläne von Lord Hong ziemlich durcheinander.
 
  In diesem Fernostabenteuer trifft Ricewind, der Held der ersten beiden Scheibenweltromane, auf einige alte Bekannte. Neben Cohen trifft er unter anderen auch Zweiblum, der einst mit ihm gemeinsam als erster Tourist mit der berühmten Truhe auf der Scheibenwelt unterwegs war. Der Roman spielt vor „Heiße Hüpfer“, weil Ricewind am Ende in dem dortigen Scheibenwelt-Australien landet.
  „Echt zauberhaft“ ist unter den zahlreichen Scheibenweltromanen eines der besonders gut gelungenen Bücher. Vor allem der gealterte Barbar Cohen bekommt hier eine Glanzrolle mit seiner Seniorengruppe mit einem Showdown vor einer Schlacht, die teilweise fast wie Terry Pratchetts Version von Sam Packinpahs Showdown in „Wild Punch“ wirkt.

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