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Douglas Skeggs
Der Triumph des Bacchus
(The Triumph of Bacchus, 1993)

Marion von Schröder
1995
Übersetzt von Irene Bisang
352 Seiten


 

 

Von Alfred Ohswald am 13.11.2001

  In London werden immer wieder Gemälde gestohlen, die von James Trevelyans Versicherung versichert wurden. Und jedes Mal wird Trevelyan erpresst. Wenn er nicht zahlt, wird immer mit der Vernichtung des Bildes gedroht. Als das ungeheuer wertvolle Bild „Der Triumph des Bacchus“ von Tizian gestohlen wird und die Erpresser 5 Millionen Pfund Lösegeld fordern, beschließt Trevelyan eine riskantere Vorgehensweise und vorerst die Bezahlung zu verweigern.
  Der Fälscher und Kunstexperte Tom Shaughnessy wittert eine Chance und beginnt sich Geld und Informationsmaterial über das Bild zu beschaffen. Gemeinsam mit seinem Freund Scobie macht er sich an die schwierige Aufgabe heran, das berühmte Bild zu fälschen. Er will sich damit anstelle der Diebe das Lösegeld unter den Nagel reißen.
  Die erfolgreiche und attraktive Fernsehjournalistin Patricia Drew will eine Reportage über den Bildraub und die Erpressung machen. Das sie gerade von ihrem Vorgesetzten unter Druck gesetzt wird, verstärkt nur ihre Hartnäckigkeit.
 
  Ein geradlinig erzählte Krimigeschichte, bei der etwa ab 2/3 einige überraschende Wendungen nach dem Muster, einmal ist der Held ein „Guter“ und bald darauf wieder ein Gauner, passieren. Der Großteil der Spannung wird erreicht, indem den Lesern die Wahrheit die Wahrheit nur häppchenweise serviert wird.
  Der Vorgang der Fälschung wird vom Autor, der selbst Kunstexperte ist, geschickt dazu genutzt, Details über Maltechnik, Farben usw. einzustreuen. Aber er übertreibt es damit niemals und der Leser wird nie mit zuviel davon gelangweilt. Auch bei Charakteren und Handlung schweift Skeggs nie zu weit ab, was eine der Stärken des Buches ausmacht.
  Das Ende schließt die ganze Handlung dann jedoch etwas zu glatt ab und zeigt zu deutlich das schlussendlich doch eher simple Konstrukt der Handlung. Hier laufen alle Fäden zu glatt zusammen und legen die vom Autor von Anfang an verfolgten Absichten offen. Trotz diesem Schwachpunkt ist es ein überwiegend gut gelungener Thriller.
  Das titelgebende Bild „Der Triumph des Bacchus“ von Tizian gibt es in der Realität nicht. Möglicherweise leitete Skeggs einige Ideen zu dem fiktiven Bild von seinem „Bacchus und Ariadne“ ab?

 

 

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