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Chris Welch
Led Zeppelin
Das Buch
(LED ZEPPELIN – The book, 1984)

Sonnentanz Verlag
1992
Übersetzt von Ulrich Lemke
141 Seiten
DM 36,-


Von Alfred Ohswald am 03.11.2001

  Led Zeppelin war eine der erfolgreichsten Rock-Gruppen in der Geschichte. Meist werden sie als Heavy-Metal-Band gesehen, was aber in Wirklichkeit ihrer Bandbreite nicht gerecht wird. Hits wie „Whole Lotta Love“, „Stairway to Heaven“, „Black Dog“ oder „Rock and Roll“ begründeten diese Einschätzung. Aber ihre frühen Alben beinhalteten auch viele Blues-Titel und später experimentierten sie immer wieder auch in andere Richtungen. Ihre Hauptrichtung blieb aber schon der Hardrock.
  Gittarist Jimmy Page kannte die Musik-Branche aus seiner Zeit als Studiomusiker sehr gut und sorgte deshalb rechtzeitig dafür, dass Led Zeppelin nicht von Nutznießern ihrer Arbeit ausgenommen wurde, wie das sonst vielfach üblich war. Darum verdienten sie mehr Geld, als fast alle anderen Gruppen ihrer Zeit.
  In ihrer Heimat England wurden sie lange Zeit wenig beachtet aber in den USA hatten sie von Anfang an durchschlagenden Erfolg. Nicht zuletzt ihre phantastischen Live-Auftritte festigten ihren Staus als Supergruppe. Trotz immer wieder auftauchenden Anfeindungen durch die Medien setzte sich ihr Erfolg ungebrochen fort. Auch alle ausgestreuten Trennungsgerüchte konnten ihnen nichts anhaben. Erst der überraschende Tod ihres Schlagzeugers John „Bonzo“ Bonham beendete diese Erfolgsstory.
 
  Der Autor Chris Welch ist Musikjournalist und kannte Led Zeppelin seit ihren Anfangstagen. Und er war und ist ein Fan der Gruppe, was sich auch im Buch bemerkbar macht. So sieht er die berüchtigten Eskapaden der Gruppenmitglieder mit sehr verständnisvollen Augen. Auf der anderen Seite wurde von den Medien auch viel übertriebene und auch unwahre Geschichten berichtet, was sicher unseriöser ist.
  Der relativ geringe Seitenumfang des Buches täuscht etwas, weil es durch das große Format einigermaßen ausgeglichen wird. Es ist einiges an Bildmaterial erhalten, aber der Schwerpunkt liegt auf dem Text. Die Bilder sind mit keinerlei Bildunterschriften versehen, was manchmal hilfreich wäre.
  Der Hauptteil des Buches widmet sich der Geschichte der Band. Dann folgt noch ein Kapitel, wo Welch jede der 10 von Led Zeppelin veröffentlichten Alben (incl. dem Lifealbum „The Song Remains The Same“ und dem von Jimmy Page nachträglich herausgebrachten Album „Coda“) rezensiert. Abschließend findet man noch eine Discographie mit allen offiziellen Veröffentlichungen von Led Zeppelin. Die Biographie Ritchie Yorkes (deutsch bei VGS) ist aber insgesamt gesehen, empfehlenswerter. Sie ist umfangreicher, stilistisch ansprechender, aktueller und nicht zuletzt deutlich günstiger. Nur Bildmaterial dort fast keines zu finden.

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