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Epeli Hau’ofa
Rückkehr durch die Hintertür
(Tales of the Tikongs, 1983)

Unionsverlag
1998
Übersetzt von Ina Boesch, Renate von Gizycki, Irene Knauf und Johano Strasser
141 Seiten


Von Alfred Ohswald am 10.10.2001

  Hau’ofa, einer der Begründer der noch sehr jungen pazifischen Literatur, hat seine Stärken vor allem in der Satire. In „Rückkehr durch die Hintertür“ gibt es davon gleich eine ganze Menge in form von kurzen, manchmal ironisch Gutmütigen, manchmal bissig kritischen Kurzgeschichten. Alle Geschichten spielen auf dem fiktiven, winzigen Inselstaat Tiko. Hier finden sich korrupte Beamte, mehr oder weniger zwielichtige Kirchen, großzügige, aber wenig effiziente Entwicklungshelfer und oft begrenzt arbeitswütige Einwohner in einer Art Mikrokosmos. Vor diesem Hintergrund erzählt Hau’ofa seine kleinen Geschichten aus dem Alltag, oft mit Manu, dem Dichter als Nebenfigur und moralische Instanz.
  Sprachlich zwar nicht auffällig aber durchaus ausgefeilt nimmt der Leser am Alltag der Südseebewohner teil und lernt auch die politische Situation kennen. Hau’ofa benutzt die Satire im Ursprünglichen Sinn als gesellschaftliche und politische Kritik. Was aber nicht bedeutet, dass es in dem Buch wenig zum Schmunzeln gibt.

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