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Allan Massie
Ich, Augustus
(Augustus. The Memoirs of the Emperor., 1986)

Schneekluth
1990
Übersetzt von Rainer Schmidt
532 Seiten


Von Alfred Ohswald am 05.10.2001

  Als Octavian von der Ermordung seines Onkels und Adoptivvaters Julius Caesar erfährt, macht er sich sofort mit seinen beiden Vertrauten Agrippa und Maecenas auf den Weg nach Italien um seine Chance als Nachfolger wahrzunehmen. Und es entbrennt bald eine heftige Auseinandersetzung darum. Sein mächtigster Rivale ist Marcus Antonius und er einigt sich schließlich mit ihm, sich die Macht zu teilen. Octavian herrscht im Westen und damit in Rom, Antonius im reichen Osten des Römischen Reiches. Doch Antonius gerät unter den unseligen Einfluss von Kleopatra und zwingt Octavian mit seinen Eskapaden zum Eingreifen. In Griechenland stehen sich die beiden Armeen gegenüber. Octavian hat die strategisch bessere Position gewählt und Antonius versucht mit Kleopatra und seinen Truppen übers Meer zu entkommen. Es kommt zur Seeschlacht, die Octavian gewinnt. Antonius und Kleopatra können zwar nach Ägypten fliehen, doch dort haben sie Octavian nichts mehr entgegenzusetzen. Nachdem beide tot sind, steht Octavians Herrschaft über das Römische Reich nichts mehr im Weg.
 
  Der Autor gibt den Roman den Anstrich einer vor Kurzem entdeckten, realen Autobiographie von Augustus. Diese besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil endet mit dem Sieg von Augustus über Marcus Antonius, der zweit ist eine Rückschau des alten Augustus. Massie schreibt aber trotzdem in einem geradlinigen, modernen Stil, was der Lesbarkeit förderlich ist. Hat der erste Teil eine fortlaufende Handlung, gibt es im zweiten Teil oft die eben für eine Rückschau nicht untypischen Sprünge in der Zeit.
  Aber selbst die leichte Lesbarkeit wird bei historisch uninteressierten Lesern, die nur einen spannenden Roman erwarten, nicht genügen. Das Leben von Augustus bietet nach seinem Sieg über Marcus Antonius nicht unbedingt den idealen Stoff für Unterhaltungslektüre. Wer sich für diese Zeit interessiert, und einmal Abwechslung zu den üblichen Sachbüchern sucht, wird vermutlich nicht enttäuscht.

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