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Pinocchio
Das große Buch zum Film

Egmont Franz Schneider Verlag
1999
Übersetzt von Gudrun Smed-Puknatis
96 Seiten
DM 19.95 öS 146,-


Von Johann F. Janka am 18.09.2001

  Ein kleines Dorf in Italien. Der Weltenbummler Jiminy Grille ist müde und auf der Suche nach einem Nachtquartier. Er entdeckt einen Lichtschein, der aus der Werkstatt des Holzschnitzers Geppetto kommt. Neugierig durchs Fenster blickend sieht er ein gemütliches Kaminfeuer in dem Raum. Er erspäht einen Spalt in der Tür und huscht hinein. In der Werkstatt sieht Jiminy eine Marionette aus Holz, die wie eine kleiner Junge aussieht. Plötzlich hört er jemanden die Treppe herunter kommen. Meister Geppetto kommt in den Raum um der Holzpuppe die noch fehlenden Augenbrauen und einen breiten lachenden Mund aufzumalen. Jiminy gefällt was er da sieht. Geppetto betrachtet die Puppe und sagt zu seiner Katze Figaro und dem Goldfisch Cleo: „ Ich werde diese Puppe Pinocchio nennen.“
  Während Geppetto, seine Katze und der Goldfisch tief und fest schlafen, hört Jiminy plötzlich ein leises Geräusch, sieht ein gleißendes Licht und dann die Blaue Fee! Diese sagt: „ Lieber Geppetto, weil du so viele Menschen schon glücklich gemacht hast, will ich dir deinen größten Wunsch erfüllen.“ Sie schwenkt ihren Zauberstab über Pinocchio und sagt: „Kleine Puppe aus Holz, erwache zum Leben! Wenn du meine Bedingungen erfüllst, wirst du eines Tages ein Junge aus Fleisch und Blut werden.“ Jiminy beobachtet fasziniert wie die Marionette aus Holz ihre Arme und Beine zu bewegen beginnt. Pinocchio ruft: „ Ich kann mich bewegen, und sprechen kann ich auch! Ich lebe!“ Die Fee wendet sich an Jiminy und fragt ihn ob er das Gewissen von Pinocchio sein will, das ihn lehrt, was Recht und Unrecht ist. Jiminy fühlt sich geehrt und die Fee ernennt ihn zu Pinocchios Gewissen und verschwindet. Geppetto, durch Pinocchios Freudentanz aufgewacht, glaubt zu träumen. Seine Holzpuppe lebt! Nun hört Meister Geppetto wie die Blaue Fee aus der Marionette seinen kleinen Jungen gezaubert hat. Überglücklich schließt er den Jungen in seine Arme. Nun beginnen die Abenteuer für Pinocchio. Schon auf dem Weg zu seinem ersten Schultag werden die zwei Spitzbuben, der Fuchs Ehrlicher John und der Kater Gideon auf ihn aufmerksam. Eine Marionette ohne Fäden. Dafür würde uns Stromboli, der Puppenspieler, eine Stange Geld bezahlen. Naiv wie Pinocchio ist lässt er sich von den beiden beschwindeln und überreden mit ihnen zu gehen. Im Puppentheater angekommen, lässt Stromboli Pinocchio vortanzen und ist begeistert von ihm. Sogar in der Show am Abend darf er auftreten. Danach zeigt der böse Puppenspieler sein wahres Gesicht und sperrt ihn in einen Käfig. Gut, dass die Blaue Fee das Marionettenbübchen nicht im Stich lässt und ihn aus so mancher schlimmen Situation befreit. Und das ist mehr als einmal nötig. Dies ist aber nur der Anfang von Pinocchios zahlreichen Abenteuern, die er in dem Buch erlebt.
 
  Pinocchio – ein Klassiker schlechthin. 96 Seiten hindurch tappt der kleine Junge aus Holz von einer Geschichte in die andere. Wie von Disney gewohnt besticht auch dieses Buch durch großformatige stimmungsvolle Zeichnungen. Die Geschichte, beinahe jedem bekannt, ist immer wieder ein Durchblättern/Schmökern wert. Der, natürlich besonders für Kinder, sehr gut gestaltete Text begleitet Pinocchio zu je einer Doppelseite. Es bleibt also genug Platz, die, farblich sehr gut abgestimmten, Zeichnungen mit Genuss zu betrachten. Das auf der letzten Seite befindliche Pinocchio Daumenkino zum Heraustrennen ist ein ganz besonderer Spaß für Kinder. Diese gebundene Ausgabe von >Pinocchio<, im Format von 21x29cm, repräsentiert das gehobene Kinderbuch, welches sich zwar zum Vorlesen eignet, jedoch erst ab dem Schulalter besonders zu empfehlen ist.

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