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Andreas Gruber
Der fünfte Erzengel
(1998)

Homepage von Andreas Gruber


Von Alfred Ohswald am 17.09.2001

  Der Journalist Lohmann wird zu einem Mordfall am Wiener Gürtel geschickt. Kardinal Reichenvater wurde bestialisch umgebracht und ein Zettel mit Lohmanns Namen darauf wird in seiner Hand gefunden. Lohmann macht sich von Panik ergriffen aus dem Staub. Ein seltsamer, kleiner Mann spricht ihn an und drückt ihm einen Zettel mit einer Adresse und der eigenartigen Bezeichnung „Die Bruderschaft der letzten Wache“ in die Hand. Lohmann flieht in das sie südwestlich Wiens gelegene Stadt Mödling, wo ihm in einer Dombuchhandlung ein Bild vom Beginn der Apokalypse des niederösterreichischen Malers Franz Kohlhammer auffällt und ein wunderlicher Penner begegnet. Beim verlassen der Dombuchhandlung hört er im Radio vom Selbstmord eines Benediktiners, der in Begleitung des Kardinals war.
  Bei einer kurzen Rast in einem Lokal betrachtet er den Zettel genauer, dem ihm der kleine Mann in Wien zugesteckt hat und bemerkt, dass sich die dort angegebene Adresse ebenfalls in Mödling befindet. Unterzeichnet ist das Geschriebene mit dem Namen des Benediktiners, von dessen Tod er soeben erfahren hat.
  Nach einer im Auto verbrachten Nacht erfährt Lohmann bei einem Telefonat, dass er von der Polizei wegen der Morde verdächtigt und gesucht wird. Er macht sich auf den Weg zur Adresse, einer alten Kirche in der Nähe der Stadt, auf dem Zettel des Benediktiners. Dort trifft er auf einen ziemlich wirr wirkenden Pater, der im wieder unzusammenhängende Dinge über die Apokalypse erzählt. Eine plötzlich auftauchende Erscheinung unterbricht ihr Gespräch. Der Pater drückt ihm ein altes Buch in die Hand und schickt ihn zu einem gewissen Doktor Sellner. Lohmann flieht weiter, von Verwirrung und Verunsicherung getrieben.
 
  Grubers Erzählung rund um die Apokalypse und den hier nicht guten vier Erzengeln baut ihre Spannung langsam, aber stetig auf. Erst im letzten Drittel erfährt der Leser, um was es eigentlich geht.
  Für einen noch kaum bekannten Autor ist der Text wirklich bemerkenswert gut gelungen und würde auch in einer Sammlung bekannter Horrorautoren nicht unangenehm auffallen. Eine originelle Idee, eine gute, jedoch nicht übertriebene Portion Lokalkolorit und sich im Horrorgenre immer gut machende Prophezeiungen aus der Bibel sind von Gruber zu einer spannenden Mixtur vereint worden.

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