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Saul David
Die größten Fehlschläge der Militärgeschichte
Von der Schlacht im Teutoburger Wals bis zur Operation Desert Storm
(Military Blunders, 1997)

Heyne
2001
Übersetzt von Helmut Dierlamm und Karlheinz Dürr
408 Seiten
€ 29,39


Von Alfred Ohswald am 10.09.2001

  Der britische Militärhistoriker Saul David stellt hier in fünf Kapitel jeweils sechs Beispiele für militärische Fehlschläge vor. Die fünf Kapitel behandeln die Themengruppen „Unfähige Kommandeure“, „Katastrophale Pläne“, „Einmischung von Politikern“, „Übertriebenes Selbstvertrauen“ und „Truppenversagen“.
  Dabei kommen mit einigen Ausnahmen, in erster Linie Beispiele seit den Auseinandersetzungen der Kolonialzeit vor. Der 1. und 2. Weltkrieg sind natürlich mit bekannten, wie Stalingrad oder Arnheim, oder weniger bekannten Beispielen, wie Rommels letzten Sieg in Afrika am Kasserine-Pass. Viele Beispiele handeln auch von den Kolonialkriegen der Briten, wie die Niederlage gegen die Zulus in Südafrika oder den Burenkrieg, der berühmte Angriff der Leichten Brigade im Krimkrieg usw.
 
  David versucht einen Mittelweg wischen populärwissenschaftlichen Buch und harten Fakten. Das gelingt ihm aber nur bedingt. Er neigt zu sehr zum akribischen Aufzählen sämtlicher beteiligter Truppenteile mit ihren jeweiligen Standorten und Aktionen, was dem Lesefluss oft schadet. Dafür findet man bei der kürze der einzelnen Beispiele bemerkenswert viele Fakten.
  Seit Erik Durschmied Erfolg mit „Der Hinge-Faktor“ und dem zwar weniger bekannten, aber mindestens ebenso lesenswerten „Narren, Nulpen, Niedermacher“ von Geoffrey Regan werden gern und oft Bücher zu diesem Thema veröffentlicht. Davids „Die größten Fehlschläge der Militärgeschichte“ ist vielleicht nicht das Beste unter ihnen, aber auch sicher nicht das Schlechteste. Mit einem Beispiel aus dem Golfkrieg ist es auf dem aktuellsten Stand und bietet auch großteils militärhistorische Ereignisse, die in den obengenannten, beiden Büchern keine Erwähnung fanden.

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