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Italo Calvino
Eremit in Paris
Autobiographische Blätter

Hanser
1997
277 Seiten
öS 291,-


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Von Ilse Haas

  Neun Jahre nach Calvinos Tod veröffentlichte der Mondadori Verlag zwölf autobiographische Texte des 1985 verstorbenen italienischen Autors, die zwischen 1953 und 1985 entstanden sind. In diesen Texten erfährt man Einzelheiten aus dem Leben des Schriftstellers.
  Geboren 1923 in Kuba, wo sein Vater, ein italienischer Agronom, einen Forschungsauftrag hatte, aufgewachsen in einem zwar bürgerlichen, aber unkonventionellen und antiklerikalen Elternhaus in San Remo, aktiv in der Resistenza, Mitglied der kommunistischen Partei, Literaturstudium und schließlich Parteiaustritt nach dem Ungarnaufstand 1956, erhielt er ein Stipendium für einen USA-Studienaufenthalt.
  Sein "Amerikanisches Tagebuch" schildert den "american way of liefe" an der Wende von den Fünfziger zu den Sechziger Jahren, das weihnachtliche New York mit Santa Claus, dem allgegenwärtigen Gott des Konsums und die gleichgeschalteten Kleinstädte des Mittelwestens, die "irdischen Paradiese" mancher amerikanischer Schriftsteller, die Calvino "nicht einmal tot aushalten könnte". Er ist Gast bei Prominenten, wundert sich über die "schmutzigen Beatniks", lernt das "Color-TV" mit seinen grell-bunten Werbeeinschaltungen kennen und wird von IBM-Managern wie ein Staatspräsident empfangen, um die neuen Elektronengehirne zu besichtigen.
  Zwischen 1965 und 1980 lebte Calvino, verheiratet und Vater einer Tochter, "wie ein Eremit" in Paris, wobei er regelmäßig nach Italien "pendelte", das er wie der "Baron auf den Bäumen" aus der Distanz beobachtet, analysiert und beschreibt.
  Im letzten, posthum erschienenen Text, gibt er Maria Corti ein Interview über seine künstlerische Entwicklung und seine Meinung zur italienischen Gegenwartsliteratur.

 

 

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