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Andrej Kurkow
Ein Freund des Verblichenen
(Milyj drug, tovarišc pokojnika, 1996)

Diogenes
2001
Übersetzt von Christa Vogel
141 Seiten
DM 32,90 öS 240,- sFr. 32,90


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Von Alfred Ohswald am 27.07.2001

  Der junge Russe Tolja lebt in einer uninteressant gewordenen Beziehung und auch sonst scheint ihm das Leben nicht mehr viel zu bieten zu haben. So beschließt er eines Tages, einen Killer zu engagieren, um ihn selbst zu töten, weil er sich nicht recht traut, sich selbst umzubringen. Ein alter Schulfreund hat Kontakte zu solchen Kreisen und Tolja kann dem Killer sein Foto und den entsprechenden Betrag zukommen lassen, ohne dass ihn dieser zu Gesicht bekommt.
  Doch wie das Leben so spielt, lernt Tolja kurz danach ein Mädchen kennen und überlegt sich die Sache wieder. Jetzt sucht er einen Mann, der ihn vor dem Killer schützt und seine finanziellen Mittel sind weitgehend erschöpft.
 
  Die Grundidee mit dem für sich selbst angeheuerten Killer stammt ursprünglich von Jules Verne und ist schon von einigen Autoren in verschiedenen Variationen wiederbelebt worden. Aber das allein ist nicht Kurkows Erzählung. Die Geschichte nimmt mit dem Gefühlen und Benehmen des Helden gegenüber der Frau seines Killers eine interessante Wendung.
  Allerdings wäre diese Erzählung in so ziemlich jeder Beziehung besser als Kurzgeschichte passender gewesen. Selbst die dort typische Pointe fehlt nicht. Aber wenn ein Autor einmal Erfolg hat, müssen offensichtlich neue Bücher von ihm auf den Markt.

 

 

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