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Jules Verne
Die Erfindung des Verderbens
Hörspiel
(Face au Drapeau, 1896)

Random House Audio
2000
DM 15,95


Von Alfred Ohswald am 12.07.2001

  Im Jahr 1898 fährt der Amerikaner Simon Hart, Assistent des Erfinders Thomas Roch, im Auftrag seines Chefs zu den Großmächten Europas um Geld für ihre Forschungsarbeit aufzutreiben. Roch hat eine sensationelle Methode zur Energiegewinnung erfunden. Doch momentan entfaltet sich dabei die Energie explosionsartig und nicht, wie gewünscht langsam. Überall wird Hart sofort an den jeweiligen Kriegsminister verwiesen, die dringliches Interesse an der Erfindung haben, um sie als Waffe einsetzten zu können. Sie wären auch bereit, jeden Preis zu zahlen. Weil Hart die Erfindung nicht als Waffe benutzt wissen will, lehnt er überall ab.
  Zurück in den USA sitzen ihm sämtliche Geheimdienste im Nacken, doch eine private Organisation kommt ihnen zuvor und entführt Professor Roch und Hart zuerst. Roch lässt sich von den guten Absichten dieser Leute überzeugen und wird zusammen mit Hart zu einer Insel namens „Back Cup“ gebracht. Dort hat die Organisation ihre geheimen, gut getarnten Forschungseinrichtungen.
  Hart wird bald misstrauisch und Nachforschungen bestätigen seinen Verdacht, dass sie vom Regen in die Traufe gekommen sind.
 
  Diese sehr freie Bearbeitung der ursprünglichen Erzählung von Jules Verne weicht in einigen Punkten deutlich vom Original ab. Verne karikierte damit den damals bekannten und umstrittenen Chemiker Eugéne Turpin (1848 - 1927), gewann aber einen von Turpin angestrengten Verleumdungsprozess.
  Trotzdem ist es ein sehr gut gelungenes Hörspiel in dem die hier zur Verfügung stehenden Mittel sehr geschickt eingesetzt wurden. So entstand eine spannende, knappe Stunde in der man sich durch die Kunst des Tonmeisters oft mitten im Geschehen zu befinden meint. Auch der typisch „antike“ Touch von Verne konnte sehr gut in dieses Medium hinübergerettet werden.
 
 54 Minuten (1 CD)
 Bearbeitung und Regie: Andreas Scheinert
 Dramaturgie: Jürgen Schmidt
 Geräusche und Tonregie: Karl Hans Rockstedt
 Aufnahme: 1974/75
 Sprecher: Klaus Feldmann, Hans-Dieter Lange, Alexander Lang, Martin Flörchinger, Hans Teuscher, Helmut Geffke, Wilfried Ortmann, Christoph Engel, Ralph Borgwardt, Horst Manz, u.v.a.

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