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Bill Gates
The Road Ahead

Penguin Books Ltd
1996
332 Seiten
£ 8,99


Von Bruno Hopp am 28.06.2001

  Bill Gates - der Name wird heutzutage gern wie ein Etikett genommen, wenn es um Computer, Technologie, um die Möglichkeiten unserer Zukunft im Informationszeitalter geht. Der keineswegs publicityscheue Chef des gegenwärtig größten Softwarekonzerns weltweit bietet in diesem netten Taschenbuch in absolut lockerer Form leicht verständlich Einblick in seine Geschichte, in sein Denken und seine Visionen.
  Es beginnt mit Beschreibungen seiner Jugend, als er auf dem College als Jugendlicher zusammen mit Paul Allen die einzige Maschine seiner Schule benutzte, um eigene kleine Spielprogramme wie tic-tac-toe zu testen. Ständig wird in der Erzählung hin und hergesprungen zwischen der Schilderung der Ereignisse und der rückschauenden Bewertung und Einordnung des nun erfolgreichen Unternehmers. So werden kurz Parallelen angedeutet von der Entwicklung der Computertechnologie zur Erfindung des Telefons oder der Erfindung der Schrift durch Gutenberg. Die ersten tieferen Erfahrungen mit der Programmiersprache BASIC und wie Microsoft sie z.B. an andere Firmen verkaufte. Die Anfänge der sog. Computerrevolution: ein "ALTAIR 8800" und einige andere werden erwähnt.
  In weiteren Kapiteln wird die generelle technologische Entwicklung mit vielen großen Namen der Industrie, einzelnen Entwicklern und ihren Projekten verbunden. Die Entwicklung von Microsoft kommt nicht zu kurz, hier und da gewürzt mit einem screenshot z.B. einer DOS-basierten Textverarbeitung (Microsoft WORD).
  Neben diesem Nachzeichnen vergangener Ereignisse kommen dann wieder die Visionen, etwa wie Gates sich das "Mobil-Computing" kommender Jahre vorstellt. Manches ist andeutungsweise schon vorhanden – etwa miniaturisierte Handtellergroße Informationshilfen, mit denen sich Kontostände, emails und eine Adressdatenbank verwalten lassen.
  Sehr persönliche Lebensumstände wie die Ideen zu seinem Traumhaus werden recht ausführlich dargestellt. Die Rolle der Technologie reduziert auf die Funktion von "PCs" im weiten Bereich der Ausbildung von Schule und Universitäten ("the best investment") oder in der Wirtschaft nehmen recht breiten Raum über mehrere Kapitel ein. Der technisch aufgeklärte Leser wird an vielen Stellen des Buches sicher fragen, warum der MS-Chef die Computer so sehr auf "PC" eingeschränkt betrachtet: Gates hat eben nie ein sonderliches Faible für "große Technik", sondern schaut immer in den 'eigenen Hinterhof'.
  Insgesamt bietet das Buch für absolute Techniklaien ein interessantes Bild: Technologie erklärt von einem, der es wirklich wissen muß. Leicht verständlich, das Englisch sollte mit drei oder vier Schuljahren Unterricht schon zu bewältigen sein. Meines Erachtens bietet das Buch scheinbar persönliche "Einsichten". Wer sich mit der Computertechnologie auch nur ein wenig auskennt, wird den tatsächlich lapidaren, manchmal betriebsblinden Stil des Microsoft-Chefs nicht sehr schätzen - aber für Spezialisten ist diese leichte Lektüre kaum gedacht.

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