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LINUX in a Nutshell
(LINUX in a Nutshell, 2000)

O'Reilly Verlag
2001
Übersetzt von Matthias Kalle Dalheimer, Sven Riedel, Ahmet Ertem und Matthias Warkus
DM 69,- öS 504,- € 36,-


Von Bruno Hopp am 25.06.2001

  Was kann man zu diesem schönen Buch noch sagen? Wieder einmal sind viele Wunder geschehen und etwas wirklich Gutes wurde noch besser! Die dritte Auflage des Klassikers für alle Linux-Anwender wurde überarbeitet: viele kleine Ergänzungen, die die stürmische Entwicklung von Linux gerade im Netzwerkbereich brachte: NFS und NIS, Samba, TCP/IP.
  Der Hauptteil des Buches ist wie immer schon eine tabellarische Auflistung der wichtigsten LINUX-Befehle. Alphabetisch, gründlich, systematisch: jeder Befehl mit seiner Syntax, möglichen Optionen. Natürlich hat seit Kernelversion 2.4.x iptables die bis dato gängigen ipchains (kernels 2.2.x) abgelöst, sogar Anwender der (alten) kernelserie 2.0.x kommen mit "ipfwadm" zu ihrer Firewall-Funktionalität!
  Das Kapitel über "Booten" - so nennt man technisch den Vorgang wenn Computer starten - ist vom Ende in die Buchmitte gewandert, was der Relevanz des Themas bestimmt angemessen ist: Mechanismen von Lilo und loadlin werden en detail vorgestellt - so sind alle Anwender der verbreiteten PC-Architektur bestens informiert! Besitzer von Windows-NT oder Windows-2000-Systemen werden informiert, wie sie ihr System zum Dual-boot überreden können – das ist für Linux-Einsteiger wohl die am häufigsten genutzte Möglichkeit.
  Hervorragend finde ich das neu hinzugekommene Kapitel, das den Gebrauch der Paketverwaltungssysteme erklärt: RPM ist Standard bei RedHat, bei SuSE, Mandrake und weiteren, während Debian und seine Abkömmlinge über dpkg, apt und apt-get sowie weitere frontends gesteuert werden. Wieder wird dem Leser die Vielfalt an Befehlen und Möglichkeiten klar, übersichtlich strukturiert angeboten - hier spürt man, wie vielfältig und funktional Linux werden kann....
  Wie in früheren Auflagen sind natürlich Beschreibungen der bash, der unter Linux wichtigsten shell, der cshell, tcshell sowie fortgeschrittene Werkzeuge zur Textmanipulation geblieben, ebenso das elementare Kapitel zum CVS und RCS.
  Ganz neu ist dann jedoch ein Abschnitt, in dem nun die inzwischen unter Linux sehr verbreiteten Desktop-Systeme GNOME (vgl. http://www.gnome.org), der KDE (vgl. http://www.kde.org) und der klassische Fenstermanager "fvwm" vorgestellt werden. Dieser Abschnitt stellt wirklich in aller Kürze die wichtigsten Features dieser grafischen Oberflächen dar, ihre Konfigurationsmöglichkeiten etc.Das suchen Einsteiger bestimmt oft - und werden hier fündig.
 
  Kurz und gut: mit der dritten deutschen Auflage von "Linux in a Nutshell" bietet O'Reilly wieder einmal hervorragend lesbare, sehr klar strukturierte Information. Linux-Einsteiger werden dieses Buch lieben :-) Absolute Empfehlung für Geburtstage, für Weihnachten (kommt bestimmt) oder die nächste Linux-Installparty!

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