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Marcus Hammerschmitt
Instant Nirvana
Das Geschäft mit der Suche nach dem Sinn
(1999)

Aufbau Verlag
107 Seiten
DM 20,-


Von Alfred Ohswald am 12.06.2001

  Marcus Hammerschmitt, sonst eher als Science Fiction-Autor bekannt, hat hier ein Buch gegen die Esoterikwelle geschrieben. Oder man könnte es auch mit gutem Recht eine Polemik gegen die menschliche Dummheit, nicht zuletzt der Eigenen, wie er zugibt, nennen. Die oft haarsträubenden Weisheiten, die von manchem, modernen Guru verbreitet werden sind aus der Distanz gesehen ja eher zum Lachen geeignet.
  Doch unter diesem Deckmantel tummelt sich auch so manche zwielichtige Figur, die bei ihrer Schwärmerei für die naturverbundenen, weisen und über verlorengegangenes Wissen verfügenden Kelten, Germanen u.s.w. auch gleich über die nicht so lange zurückliegende deutsche Geschichte ihre revisionistischen Wahrheiten verbreiten will. Harmloser scheinen da die Anhänger diverser Indianerkulturen, die bloß die zahlungskräftige Kundschaft mit irgendwann selbst produzierten Weisheiten eines Hopi- oder sonstwas-Indianer beglücken. Für den tatsächlichen Kampf der Indianer um ihr Land, ihre Freiheit und Kultur interessiert sich aber niemand.
  In kurzen Kapiteln kommentiert Hammerschmitt verschiedene Erscheinungsformen der Esoterik, ob eher skurril oder geschäftstüchtig, ob fast schon liebenswert dumm oder eine gefährliche politische Absicht geschickt verschleiernd. Dazwischen ist der Text mit kurzen Begebenheiten, meist vom Autor selbst erlebt, gespickt.
 
  Das Buch bringt oft die Beweggründe sehr klar und unmissverständlich formuliert auf den Punkt. Nur wird es „Gläubige“ kaum zu überzeugen wissen. Dazu ist meist nur der geplünderte Vermögensstand in der Lage, wenn nicht schlimmeres. Leser, die den im Buch vertretenen Ansichten größtenteils zustimmen, brauchen es nicht wirklich. Einige Gedankenanstöße sind aber in jedem Fall zu finden.

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