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John Irving
Die wilde Geschichte vom Wassertrinker
(The Water-Method Man, 1972)

Diogenes
1989
Übersetzt von Edith Nerke und Jürgen Bauer
487 Seiten
DM 24,90 öS 182,- sFr 24,90


Von Alfred Ohswald am 11.06.2001

  Fred Bogus Trumper ist nicht ein besonders entscheidungsfreudiger Typ und er neigt bei problematischen Situationen dazu, vor ihnen davonzulaufen. Das ist einer der Gründe, warum seine erste Ehe in die Brüche ging. Auch mit seiner Diplomarbeit, der Übersetzung eines obskuren Epos aus dem Niedernordischen, kommt er nicht wirklich voran.
  Als er wegen eines urologischen Problems, seine Harnröhre ist zu eng und verwunden und neigt deshalb zu Entzündungen, vor der Wahl zwischen einer Operation und einer anderen Möglichkeit steht, wählt er natürlich nicht die Operation. Die Alternative ist die sogenannte „Wasser-Methode“, bei der er sehr viel Wasser trinken muss um durch die ständige Spülung Infektionen zu vermeiden.
  Bogus arbeitet für einen Underground-Filmemacher als Tonmeister, was nicht unbedingt vie einbringt. Und als seine jetzige Freundin ein Kind von ihm will, er hat schon einen Sohn mit seiner Exfrau, ist er nicht unbedingt begeistert.
 
  „Die wilde Geschichte vom Wassertrinker“ ist Irvings zweiter Roman und er hat hier noch nicht ganz seinen Stil gefunden. Den kam er in seinem nächsten Roman „Eine Mittelgewichts-Ehe“ schon näher und danach bei seinem Durchbuch „Garp, wie er die Welt sah“ hatte er ihn dann entgültig gefunden. Trotzdem liest sich „Die wilde Geschichte vom Wassertrinker“ besser als „Eine Mittelgewichts-Ehe“, kommt aber noch nicht ganz an die Virtuosität der Romane ab „Garp“ heran. Trotz einiger absurder Situationen ein für Irving eher ernstes Buch mit dieser trägen, wankenden Hauptfigur, mit der sich mancher Leser sicher nur schwer identifizieren kann.
  Wer noch nichts von Irving gelesen hat, sollte mit einem seiner späteren Romane beginnen. Die wilde Geschichte vom Wassertrinker“ ist nicht unbedingt dazu geeignet.

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