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Rolf Breuer/Werner Huber (Hrsg.)
A Checklist of Beckett Criticism in German

1996


Von Volker Frick

  Bibliographien sind keine Lektüre, allenfalls Nachschlagewerke. Sagen wir: so gar nichts Neues. Denn es gab einen Vorläufer betitelt Beckett Criticism in German. A Bibliography. 1986 erschienen, Berichtszeitraum 1953 bis 1984. Jetzt fortgeführt bis Ende 1995. Schon Ende. Was interessant erscheinen mag, sind die Neuaufnahmen mit den Jahren. Was 1986 nicht drin, aber 1996 dann drin ist. Fortschreibend eingefügt. Ein Brief von Peter Suhrkamp An Samuel Beckett vom 5.1.1954, ein Buch von Erich Franzen (Übersetzer von Molloy), ein Beitrag von Ernst Wendt – Jedermanns Sterben, Jedermanns Liebe. Spectaculum VII. Und so weiter? Hier und dort. Finden sich in der alten Ausgabe 436 Aufnahmen, so in der neuen Ausgabe für den selben Zeitraum 473 Nummern. Also seinerzeit schlampig recherchiert? Obwohl die ältere Ausgabe doch ambitioniert daherkam. Dreisprachiges Vorwort, wo’s jetzt einsprachig englisch wie dazumal auch die Kriterien anführt, die zur Aufnahme der (ausschliesslichen Print-) Beiträge herangezogen wurden. Insgesamt sind es von 1953 bis 1995 satte 643 Aufnahmen. Aber wenn in der alten Ausgabe ein Beitrag unter 1975 gelistet wurde, dann findet sich nun diese Aufnahme für das Jahr 1972. Kommt vor. Aber schöne Titel drunter. Günther Rühle: Die Inszenierung eines Mundes: Becketts ‚Nicht Ich’. In der FAZ, und in der SZ, nein, nicht Roland Barthes, sondern Wolfgang Werth: ...und nun dieser Schwall. Ein echter Werther. Fliesstext, beides Tageszeitungen, Neuaufnahmen 1973, obwohl das Preface ausdrücklich Aufführungskritiken von der Aufnahme ausschliesst. Ein Joachim Kühn schrieb 1975: Gescheiterte Sprachkritik: Fritz Mauthners Leben und Werk. Tja. Und insgesamt werden von 1957 bis 1995 immerhin 32 Dissertationen für den deutschsprachigen Raum verzeichnet. Jene von Wendy E. Rader, The Quest Motif in Kafka’s ‚Das Schloss’ and Beckett’s ‚Trilogy’, gegeben 1982 als Dissertation zu Hannover, ist nicht verzeichnet, ist ja nun auch nicht deutschsprachig... Ein paar Beiträge, die nicht verzeichnet sind: Chava Schwarcs, Appell an den nicht existierenden Gott, 1990 erschienen in der österreichischen Zeitschrift Polyaisthesis. Oliver Sturm, Eine Geometrie des Zweifels. Samuel Becketts szenische Miniaturen, 1995 in der Zeitschrift Ballett international. Tanz aktuell erschienen. Auch nicht drin: Dan Cruickshank, Beckett-Theater in Dublin, 1995 in der Münchener Zeitschrift Baumeister. Zeitschrift für Architektur erschienen. Eigentlich vermisst habe ich dann aber Julian A. Garforth, George Tabori’s bair essentials – a perspective on Beckett staging in germany, in der Zeitschrift Forum Modernes Theater 1994 erschienen. Aber wir sind keine Kleinkrämer, und so mag sich daran ergötzen, wer’s benötigt, aber hie und da findet die eine oder der andere sicherlich etwas, was interessiert, weiterführt oder zum Ende bringt. Letztlich wohl nur etwas für Crrritics.

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