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Suzanne Frank
Die Prophetin von Luxor
(Reflections in the Nile, 1997)

Blanvalet
1999
Übersetzt von Christoph Göhler
575 Seiten
€ 10,-


Von Alfred Ohswald am 10.05.2001

  Chloe besichtigt während eines Urlaubs in Ägypten heimlich nachts eine Kammer im Tempelbezirk Karnak einen Raum, in dem die Göttin Hathor verehrt wurde. Von dort wird sie in die Vergangenheit in die Zeit der Pharaoin Hatschepsut in den Körper einer Priesterin gerissen. Diese Priesterin war eine mächtige, aber durch ihre Rücksichtslosigkeit und Intrigen gefürchtete und verhasste Frau. Chloe kann nicht sprechen und Hatschepsut beauftragt den Magus Cheftu mit ihrer Heilung. Anscheinend hatten die Priesterin und Cheftu früher ein Verhältnis und trennten sich im Streit. Darum behandelt Cheftu Chloe Anfangs sehr unterkühlt.
  Es dauert nicht lange, und Chloe wird von Hatschepsut zusammen mit Cheftu unter einem Vorwand nach Avaris verbannt. In Avaris befindet sich Hatschepsuts Neffe Tutmosis III., der ungeduldig auf den Tag wartet, wo er selbst zum Pharao gekrönt wird. Zur Zeit muss er sich mit einem israelischen Sklaven namens Remoses herumschlagen, der in mit Wundern seines Gottes zwingen will, sein Volk zu dessen Verehrung drei Tage frei zu geben.
 
  Franks historischer Roman packt so ziemlich alle Ingredienzien zusammen, die in einen historischen Roman unterzubringen sind. Eine Liebesgeschichte mit einem geradezu idealen Mann der nicht nur sagenhaft schön, sondern natürlich auch unglaublich klug und sympathisch ist. Eigentlich schon kitschig. Dann sucht sie sich die Zeit der bei Autoren allgemein beliebten Hatschepsut aus und lässt Moses den natürlich unsympathischen Tutmosis III. mit den biblischen Plagen quälen.
  Das alles ist dann schon ein wenig zuviel des Guten und es passiert nicht wirklich viel überraschendes für den Leser. Das Auf und Ab in der Beziehung zwischen der Hauptfigur und ihrem Adonis beginnt irgendwann seinen Reiz zu verlieren. Trotzdem ein gediegner Unterhaltungsroman und nicht so übel. Begeistern wie z.B. der Klassiker Mika Waltaris „Sinuhe der Ägypter“ kann er aber nicht.

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