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Martin Seiwert
Die Mitte von Nirgendwo
Die letzten Indianer Nordamerikas
(1995)

Hörbuch Verlag
DM 38,-


Von Alfred Ohswald am 25.04.2001

  Martin Seiwert, als Kind und Jugendlicher begeistert von den Indianern, erhält die ihm durch ein Stipendium ermöglichte Gelegenheit zu einer Reise nach Kanada zu dem Stamm der Dené. Sie leben im Nordwestterritorium am riesigen Sklavensee, der ca. 100 Mal größer als der Bodensee ist, in einer noch ziemlich unberührten Gegend.
  Martin bekommt bald Kontakt und kann in einer etwas abgelegenen Hütte kostengünstig wohnen. Bei zahlreichen Begegnungen und Gesprächen lernt er das Leben und die Probleme der Dené kennen. Ihre Auseinandersetzungen mit der kanadischen Regierung, ihre Probleme mit Alkohol aber auch den Alltag mit Erfahrungen wie ihrem für ihn nicht unbedingt wohlschmeckenden Speisen. Besonders beeindruckend ist natürlich die für einen Deutschen ungewöhnlichen Natur mit ihren Schönheiten aber auch den unangenehmen Dingen, wie den allgegenwärtigen, zahlreichen Moskitos. Das Land und die Wegstrecken sind riesig im Vergleich zu Europa und viel weniger von Menschen besiedelt.
  Ein großes Treffen gibt ihm die Möglichkeit, noch mehr über die Kultur der Dené zu erfahren. Allerdings sind nicht alle dort, weil einige Indianer ihr Leben lieber wie die Weißen führen wollen und sich von deren finanzieller Unterstützung verlocken lassen. Nach einigen anderen Erlebnissen, bei denen er auch noch den zwar seltenen, aber durchaus noch vorhandenen Rassismus der Weißen kennen lernt, wird ihm kurz vor der Heimreise noch erlaubt, die Dené auf ihrer großen Karibujagd zu begleiten.
 
  Eine besondere Qualität dieses Hörbuches ist, dass der Autor selbst liest. Dadurch bekommt dieses kurze und eigentlich nicht sonderlich spektakuläre Erlebnis die passende, ruhige und sachliche Atmosphäre. Seiwert schweift nicht ab und konzentriert sich auf das Wesentliche, ist dabei aber durchaus stilsicher.
 
 2 MCs
 ca. 190 Minuten

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