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Yasmina Khadra
Doppelweiss
(Double blanc, 1997)

Haymon
2000
Übersetzt von Regina Keil-Sagawe
158 Seiten
DM 29,80


Von Alfred Ohswald am 24.04.2001

  Kommissar Llob wird vom ehemaligen Diplomaten und Schriftsteller Ben Ouda eingeladen, mit ihm zusammen ein Buch zu schreiben. Er behauptet, brisante Informationen über einige mächtige Männer Algeriens zu haben. Llob lehnt ab und Ouda wird kurz darauf ermordet aufgefunden. Da sich auch der Geheimdienst für stark den Fall interessiert, scheint an Oudas Gerede etwas dran gewesen zu sein.
  Weitere Ermordete führen Llob, seinen Assistenten Lino und ihrem neuen, bärenstarken Helfer, Ewegh auf die Spur mächtiger Männer. Und gemeinsame Interessen sorgen nach anfänglichen Zusammenstößen sogar dafür, dass sie gut mit dem Geheimdienst zusammenarbeiten.
 
  Der zweite Krimi rund um Llob, der in deutscher Sprache erhältlich ist, nimmt sich wieder den katastrophalen Zuständen und der Korruption in Algerien an. Dieses Mal spielen die Reichen und Mächtigen noch deutlicher die Hauptrolle und die islamitischen Terroristen kommen fast nur im Hintergrund als fast alltägliche Normalität Algeriens vor.
  Der Roman ist temporeich und ziemlich schnörkellos geschrieben. Manches Mal blitzt sogar etwas lakonischer Humor auf. Aber im Grunde ist es ein Roman in der Tradition des Krimi noir obwohl „Doppelweiss“ etwas weniger dunkle und pessimistische Atmosphäre verbreitet als der Vorgänger „Morituri“. Aber die gelungene Mischung aus guter, schneller Lesbarkeit mit treffsicheren Stil macht es in jedem Fall zu einem Spitzenkrimi.

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