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Graham Joyce
Gefährtin der Nacht
(The Tooth Fairy, 1996)

Lübbe
1997
Übersetzt von Barbara Först
396 Seiten
DM 10,90


Von Alfred Ohswald am 09.04.2001

  Die drei Jungs Clive, Sam und Terry wachsen miteinander auf und sind dicke Freunde. Als Clive eines Tages Sam eher unabsichtlich einen Zahn ausschlägt, rät er ihm zum Spaß, er soll ihn für die Zahnfee unter das Kopfkissen legen. Sam tut es und es erscheint tatsächlich die Zahnfee. Doch es ist ein männliches Wesen und sieht anders als erwartet aus. Und es ist auch alles andere als gutmütig und soll das Leben von Sam und einigen Menschen in seiner Umgebung noch drastisch beeinflussen.
  Als die drei Freunde langsam in die Pubertät kommen, lernen sie das Mädchen Alice kennen. Sie schließt sich ihnen an, ohne einen von ihnen zu bevorzugen und bringt sie so einigermaßen durcheinander. Und immer wieder geschehen schreckliche Dinge, weil der Zahnelf seine Hände im Spiel hat.
 
  Joyce Horrorroman handelt vom langen Weg des Erwachsenwerdens und erinnert zum Teil etwas an Stephen Kings „Es“. Der grossteil seiner Geschichte spielt allerdings schon an der Grenze von Kindheit und Erwachsenwerden und so kommt Sex oder Erfahrungen mit Drogen auch in sehr viel deutlicherer Form vor als in „Es“. „Gefährtin der Nacht“ ist eine eindringliche Schilderung dieser schwierigen Zeit und bringt mit der Figur der eigenartigen Figur der Zahnfee, die zwischen Bösartigkeit, Erfüllung sexueller Träume und Hilfe in Notlagen wechselt, ein eher ungewöhnliches Horrorelement in die Handlung ein. Das Buch gehört zu den bemerkenswertesten Horrorromane der letzten Jahre und kein Liebhaber des Genres sollte ihn sich entgehen lassen.

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