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Die am 24. Oktober 1977 in Berlin geborene
Kerstin Dirks studiert zur Zeit, nach einer Ausbildung
zur Kauffrau für Bürokommunikation, Soziologie. Durch
Rollenspielen wurde ihre Begeisterung für das Schreiben
wieder geweckt. Sie schreibt hauptsächlich historische
Romane sowie gruselige und fantastische Erzählungen für
Jugendliche.
Liebe Frau Dirks. Als erstes möchte ich
mich herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie sich zu diesem
Interview bereit erklärt haben. Gratulation zu ihrem ersten
Roman "Die Sturmjahre der Lilie", der für einen Jugendroman
eine beachtliche Seitenzahl von 340 hat. Wieso haben Sie
sich dazu entschieden gerade einen Jugendroman zu schreiben?
Es ist schön, dass ich über diesen Weg meinen
Roman vorstellen kann. Warum ich mich entschied einen
Jugendroman zu schreiben? Eine gute Frage. Ich bin selbst
relativ jung für eine Autorin und glaube, mich gut mit
der Zielgruppe identifizieren zu können. Das soll aber
nicht heißen, dass mein Roman ausschließlich für Jugendliche
geeignet ist. Auch von vielen Erwachsenen, die ihn bereits
gelesen haben, bekam ich positives Feedback.
Die Geschichte spielt zur Zeit der französischen
Revolution. Viel Recherche für ein Debütwerk. Weshalb
wählten Sie diese Epoche? Wie haben Sie sich mit dem umfassenden
Thema vertraut gemacht? Welche Tipps geben Sie angehenden
Autoren für ihre Recherchen?
Ich muss gestehen, dass mich diese Epoche,
vor allem das pompöse Leben des Adels, schon immer faszinierte.
Ich lese privat auch gern Romane, die in dieser Zeit spielen.
Natürlich gab es viel zu recherchieren. Schon
allein die unterschiedlichen Anredeformen der Adligen
herauszufinden, war eine Sache für sich. Ich musste überprüfen,
ob die diversen Städte, in denen die Geschichte spielt,
bereits im 18. Jahrhundert existierten.
Meine Informationen bezog ich zum Großteil
aus dem Internet, welches ich jedem angehenden Autor als
Informationsquelle nur wärmstens empfehlen kann, aber
auch aus diversen Fachbüchern über Geschichte im Allgemeinen
und über die französische Revolution im Besonderen. Einzig
bei den Hauptdarstellern und deren Ländereien habe ich
mir erlaubt, meiner Phantasie freien Lauf zu lassen.
Die Handlung selbst ist also komplett fiktiv
und für die Figuren gibt es kein historisches Vorbild
- abgesehen von bekannten Persönlichkeiten wie Marie-Antoinette,
die in dem Roman eine kurze Erwähnung findet. Ich kann
nur jedem Anfänger raten, unbedingt auf eigene Charaktere
zurückzugreifen, da es äußerst schwer ist, reale historische
Persönlichkeiten korrekt darzustellen. Schließlich will
man dem Leser ein möglichst wahrheitsgetreues Bild von
der Epoche und deren Zeitgenossen liefern.
Wie war es, als Sie Ihr erstes, eigens
Buch in den Händen hielten? Überwältigend!
Das Gefühl war unbeschreiblich. Ich konnte
es gar nicht glauben, dass das mein Name war, der über
der Titelschrift aufragte. Das Buch hat alle meine Erwartungen
übertroffen. Die Buchoase hat wirklich gute Arbeit geleistet.
Waren Sie zufrieden mit der Zusammenarbeit?
Und können Sie den Lesern und Autoren einen Tipp geben,
wie man einen Verlag ohne DKZ findet.
Ja, ich war mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden!
Der Kontakt war sehr persönlich und die beiden Verlagsdamen
sind äußerst engagiert. Wir standen während der gesamten
Planung in Emailkontakt, ich wurde immer auf dem Laufenden
gehalten.
Kurzum: Die K&C Buchoase ist ein Spitzenverlag,
dessen Bücher ich jedem nur empfehlen kann. Auch bekanntere
Autoren haben dort schon veröffentlicht, ein Besuch auf
der Verlagshomepage
lohnt sich also.
Zum DKZ kann ich nur sagen: Autoren können
die Quellen des Internets nutzen. Es gibt viele Kleinverlage,
die eine gute Alternative zu den Großen bieten und die
ihre Autoren oft intensiver und persönlicher betreuen.
Natürlich erkennt man einen DKZ-Verlag erst dann, wenn
einem das Infomaterial mit dem Hinweis auf eine Kostenbeteiligung
ins Haus flattert, da solche Verlage auf ihren Homepages
nie direkt sagen, dass sie mit DKZ arbeiten. Als Autor
muss man vorsichtig sein. Aber Fragen kostet ja bekanntlich
nichts. Daher rate ich dazu, jeden Verlag anzuschreiben
und um Informationsmaterial zu bitten. Dank der Emails
spart man so auch das Porto.
Haben Sie bereits andere Veröffentlichungen
in Ihrem Werkeverzeichnis aufnehmen dürfen?
Ich bin mit Kurzgeschichten in mehreren Anthologien
vertreten. Eine meiner Geschichten findet sich in der
Anthologie "Gedanken
im Sturm" (Abendstern Verlag), eine weitere in "Schicksalhafte
Begegnungen" (Lumen Verlag) und meine Erzählung "Die
Königin der Amazonen" wird in "Des
Todes bleiche Kinder"(Abendstern Verlag) erscheinen.
Des Weiteren wurden meine phantastische Erzählung "Chassedy"
sowie der "Kunterbunte Katzenreigen" - Katzenmärchen für
Kinder - beim Adina-online-Verlag
als Ebooks veröffentlicht. Die Shortstory "Blutnacht"
ist als Horrorgeschichte der Woche in einem John
Sinclair - Heft (Bastei)
erschienen.
Die Leser von "Die Sturmjahre der Lilie"
hoffen doch sehr, dass dies nicht ihre erste und einzige
Roman-Publikation bleibt. Was sind Ihre Pläne für die
Zukunft? Sind neue Bücher in Vorbereitung?
Ja, zwei um genau zu sein.
Ein Buch wird wieder im historischen Genre
anzusiedeln sein. Der Titel steht noch nicht fest, aber
ich kann so viel verraten, dass die Geschichte im Mittelalter
spielt und von einem verfolgten Tempelritter handelt.
Das zweite Buch - "Verfluchtes Malträtinum",
15 Horrorkurzgeschichten - welches in Zusammenarbeit mit
einer Co-Autorin entstand, wird voraussichtlich 2003 auf
dem Buchmarkt erscheinen.
Liebe Frau Dirks. Ich bedanke mich nochmals
herzlich für dieses Interview und wünsche Ihnen weiterhin
viel Erfolg als Autorin und Illustratorin. Ich habe zu
danken.
Von Sandra
Henke
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