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Interview mit Markus Heitz


Markus Heitz

  Markus Heitz wurde am 10. Oktober 1971 in Homburg (nicht Bad Homburg!) geboren. Es folgten Schule, Bundeswehr und Studium. Heute arbeitet er als Journalist und Schriftsteller.

  In seiner Freizeit beschäftig er sich mit Geschichte, backen und joggen. Neben grossteils noch nicht in Buchform erhältlichen Kurzgeschichten, schrieb er Romane für die "Shadowrun"-Reihe bei Heyne und die fünfteilige Fantasy-Saga "Die dunkle Zeit" für den selben Verlag.

  Herr Heitz, waren die Shadowrun-Bücher Ihre ersten Veröffentlichungen oder begann Ihre Schriftstellerkarriere mit kürzeren Texten?

  Ulldart kam viel früher (entstehungstechnisch betrachtet), und danach fragte Heyne mich, ob ich mir vorstellen könnte, auch SR-Bücher zu schreiben.
  Als ehemaliger SR-Rollenspieler habe ich die Gelegenheit genutzt, in dem Universum, in dem sich früher meine Spieler-Charaktere herumtrieben, Storys zu schreiben. Kann's was Schöneres geben?! ;o) Übrigens, im dritten SR-Band "Aeternitas" ist eine der Hauptfiguren, die Stadtkrieg-Spielerin Tattoo, eine Figur aus meinem Charakter-Sammelordner.
  Vorher gab es keine Veröffentlichungen von mir, Februar 2002 war die Geburtsstunde des offiziellen Schriftsteller-Daseins.

  Waren die Shadowrun-Bücher hilfreich, um Ihre Fantasy-Reihe für Heyne schreiben zu können?

  Umgekehrt.
  Ich hatte das große Glück, von Heyne nach Ulldart gefragt zu werden, ob ich SR schreiben wollte. Mein erster SR-Roman, TAKC 3000, wurde von mir lange vor der Anfrage fertig gestellt (just for fun) und nochmals für die Veröffentlichung überarbeitet.

  Wie war die Entstehungsgeschichte von "Die dunkle Zeit"?

  1997 entstanden eine vage Idee und eine Zeile in meinem Notizheft: "Lascher Prinz, der Macht übernehmen soll, hat aber keine Lust auf Staatsgeschäfte und Hofstaat." Der Geburtssatz für sechs Bücher in fünf Bänden.
  Danach habe ich die Idee nicht weiter verfolgt, sondern erst die Hintergrundwelt dazu "gebaut", um mir beim Schreiben nicht dazu Gedanken machen zu müssen. So entstanden die Karten, die Länder, die Völker, die Historie und vieles mehr zu Ulldart.
  Danach ging es ... 1998 oder so zurück ans Schreiben, alleine, nur für mich. Ich wollte nach den vielen Kurzgeschichten sehen, ob ich einen Roman im Griff halten konnte. Freunde hatten ihn gelesen und meinten, ich solle ihn einschicken, was ich nach reichlichem Zögern auch getan habe, ich machte mich an einen zweiten Teil.
  Das Manuskript ging an vier Verlage: zwei ohne Resonanz, zwei Zusagen. Ich entschied mich für Heyne, bei der Buchmesse 2000 war alles klar. Trotzdem hat es zwei Jahre gedauert, bis der 1. Band erschien, in der Zeit habe ich die Nachfolgebände geschrieben, danach kamen drei weitere SR-Romane.
  Ich wollte bei Ulldart keine Queste- Sache schreiben, davon gibt es schon sehr viele. Auch eine Bedrohung, die von außen an ein Reich geführt wird, sollte es nicht sein. Ich habe den Konfliktstoff daher absichtlich anders angelegt. Die Doppeldeutigkeit einer Prophezeiung legt das Grunddilemma der Beteiligten fest, das Problem entsteht von Innen heraus. Lodrik, der Held der Story, schlittert in eine Sache, auf die er keinen Einfluss hat.

  Lesen Sie selbst auch viele Bücher aus den Bereichen SF&F und welche beeindruckten Sie besonders?

  Ich lese derzeit nichts mehr, keine Zeit. ;o)
  Beeindruckt haben mich Philip K. Dick und Gaiman, beide wohl eher dem SF-Bereich zuzuschreiben. Böse, gemeine Texte sind das. Sehr empfehlenswert.

  Haben Sie schon geschrieben, bevor Sie sich für Rollenspiele interessierten? Haben Rollenspiele einen Einfluss auf Ihre Bücher?

  Geschrieben habe ich schon vorher, Fünfseiter, vom Krimi über Grusel, nichts Besonderes.
  Rollenspiele haben insofern eine Bedeutung, weil ich zum einen für SR schreibe, zum anderen weiß, auf was es in einer neu entworfenen Welt (von Fantasy bis SciFi) alles ankommt.
  Die Hintergrundsachen sind sehr wichtig, angefangen von den Ländern bis zur Geschichte. Ohne Rollenspielerfahrung hätte ich mir wahrscheinlich weniger Gedanken darüber gemacht beziehungsweise das Entwerfen einer Welt wäre mir schwerer gefallen.

  Sie berichten auf Ihrer Webseite von einigen geplanten Projekten. Ist der 6. Teil von "Die dunkle Zeit" das nächste Buch, das von Ihnen erscheinen wird oder gibt es vorher ein Anderes?

  "Die "Dunkle Zeit" ist vollständig, Buch 5 und 6 wurden in einem Band "Die Stimme der Magie" zusammengefasst.
  Das nächste Buch, an dem ich gerade sitze und das mir Sehnenscheidenentzündung bescherte, wird "Die Zwerge" heißen, 800 Seiten haben und zur Buchmesse 2003 erscheinen. Es geht um einen Zwerg, Tungdil, der im Geborgenen Land bei Menschen aufwuchs, mehr über seine echte Familie erfahren möchte und dabei in das1 größte Abenteuer seines Lebens rutscht...
  Es ist ein klassisches Fantasy-Setting mit dem Schwerpunkt auf den Zwergen und ihrer Kultur, um sie ein bisschen mehr und näher auszuleuchten. Als Lückenbüßer und Stichwortgeber waren sie mir zu schade, deshalb hatten sie einen eigenen Roman verdient.
  Mehr dazu, mit Karten und Leseproben, gibt es bald auf meiner Homepage!

  Herzlichen Dank und viel Erfolg bei zukünftigen Projekten!

Von Alfred Ohswald am 11. 7. 2003

Ulldart.de (Hervorragende Website des Autors über seine Fantasy-Serie u.a.)

Markus Heitz
Schatten über Ulldart
Fantasy-Saga (Die dunkle Zeit 1)

Markus Heitz
Der Orden der Schwerter
Fantasy-Saga (Die dunkle Zeit 2)

Markus Heitz
Das Zeichen des dunklen Gottes
Fantasy-Saga (Die dunkle Zeit 3)

Markus Heitz
Unter den Augen Tzulans
Fantasy-Saga (Die dunkle Zeit 4)

Markus Heitz
Die Stimme der Magie
Fantasy-Saga (Die dunkle Zeit 5)

Markus Heitz
Die Zwerge
Fantasy